Berufsvorbereitende Maßnahmen helfen bei Ausbildungsplatzsuche

„Die Wirtschaft setzt auf reifere Bewerber“. Das geht aus der kürzlich veröffentlichten Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) hervor. Demnach haben Bewerber, die nach dem Schulabschluss nicht sofort eine Lehrstelle finden, sich dafür aber durch berufsvorbereitende Maßnahmen weiterbilden, höhere Chancen später einen Ausbildungsplatz zu finden.

Erstmals ermittelten die Ökonominnen Dorothea Kübler und Julia Schmidt vom WZB in einem Feldexperiment die für Personaler entscheidenden Kriterien bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen. Demnach haben so genannte Altbewerber auch zwei Jahre nach Abschluss der Schule „gute Chancen“ auf eine Lehrstelle. Dies allerdings nur, sofern sie sich im Rahmen berufsvorbereitender Maßnahmen zusätzlich qualifizierten. Die Feldstudie kam zu dem Ergebnis, dass Personaler Bewerber mit ausbildungsvorbereitenden Maßnahmen gegenüber anderen Kandidaten favorisierten. Die Chance, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden, erhöhte sich demnach gleich um 13 Prozent, wie es in der Studie heißt. „Viele Personalchefs bevorzugen Bewerberinnen, die zwei Jahre älter sind, sich weiterqualifiziert haben und damit mehr Ausbildungsreife mitbringen“, so Kübler und Schmid. Schulabgänger, die nach dem Abschluss lediglich in verschiedenen Berufen jobbten, hatten gegenüber Altbewerbern mit berufsbegleitenden Maßnahmen sogar eine 16 Prozent geringere Chance, eine Ausbildungsstelle zu bekommen.

Der Druck, einen lückenlosen Lebenslauf vorzuweisen, sei zudem deutlich geringer, als vermutet, so die WZB-Forscherinnen. Dorothea Kübler, Direktorin der WZB-Abteilung „Verhalten auf Märkten“, betont, dass für junge Leute mehr Zeit für die Stellensuche oder zur Orientierung auf dem Ausbildungsmarkt entstünde.

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Doris Droste
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