Aufschwung in Deutschland soll sich fortsetzen – Inflationsrate leicht gestiegen

Nach Einschätzung des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) wird sich der konjunkturelle Aufschwung in Deutschland fortsetzen. Das Institut rechnet mit einem Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent am Ende dieses Jahres sowie um 1,8 Prozent in 2016, wie der „Spiegel“ schreibt. Nach neuesten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ist außerdem die Inflationsrate im November leicht um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Insbesondere Nahrungsmittel wie Obst, Gemüse, Fisch und Süßwaren haben sich nach Angaben der Statistiker verteuert. Gleichzeitig verringerten sich die Preise für Molkereiprodukte. Dies hat Einfluss auf die gestiegene Inflationsrate, die sich am Verbraucherpreisindex bemisst. Damit wurde die höchste Inflationsrate seit einem halben Jahr erzielt. „Höhere Teuerungsraten als im November 2015 wurden in diesem Jahr im April 2015 (+ 0,5 %) und Mai 2015 (+ 0,7 %) ermittelt“, erklärt das Statistische Bundesamt dazu. Die Inflationsrate lag im Oktober noch bei 0,3 Prozent und im September bei null. Eine Entlastung der Haushalte erfolgte hingegen durch die niedrigen Energiepreise, die um 7,5 Prozent im Vergleich zu November 2014 zurückgingen. „Maßgeblich bestimmt durch den deutlichen Preisrückgang der Energie“ sanken die Warenpreise im November 2015 insgesamt um 0,6 Prozent im Vergleich zum November 2014, teilt die Behörde mit.

Für das kommende Jahr rechnen die Forscher des RWI allerdings mit einem Anstieg der Inflationsrate auf 1,1 Prozent. „Grund sei, dass der dämpfende Effekt der stark gefallenen Energiepreise nachlasse“, heißt es dazu im „Spiegel“. Das gute Wachstum, das mit 1,7 Prozent in diesem Jahr um 0,1 Prozent niedriger ausfällt als zuvor vom Institut prognostiziert, „dürfte weiterhin von der Inlandsnachfrage getragen werden“, schreibt das Magazin weiter und bezieht sich damit auf Angaben des RWI. Von der Entwicklung profitiere auch der Arbeitsmarkt, da die Beschäftigung weiterhin zunehme. Mit 26 Milliarden Euro erziele der Staatshaushalt dem Institut zufolge in diesem Jahr auch den „höchsten Überschuss seit der Wiedervereinigung“. Dieser werde sich „in den kommenden Jahren wegen der Kosten für die Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge spürbar verringern. Zu den mittel- und langfristigen Auswirkungen des Zuzugs auf Wachstum und Staatshaushalt sind nach Angaben des Instituts derzeit noch keine zuverlässigen Aussagen möglich“, so der „Spiegel“.

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Doris Droste
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