„Auf keinen Fall über das Ziel hinausschießen“

In einem Interview mit dem „Hellweger Anzeiger“ hat sich Ingo Kramer, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), am Wochenende gegen zu weitgehende Regulierungen der Zeitarbeit ausgesprochen. Auf die Frage, ob sich die Arbeitgeber bei der Arbeitsmarktpolitik auf „weitere böse Überraschungen“ einstellen müssten, antwortete Kramer wörtlich: „Wir wissen, dass Frau Nahles neue Regeln für Zeitarbeit und Werkverträge plant. Dabei darf sie auf keinen Fall übers Ziel hinausschießen.“

Der Arbeitgeberpräsident stellte klar, dass die deutsche Wirtschaft selbstverständlich gegen den Missbrauch bei Zeitarbeit und Werkverträgen sei. Dabei handele es sich jedoch nur um Einzelfälle. Kramer kündigte an, dass sich die Arbeitgeber „gegen alles zur Wehr setzen“ würden, „was den Unternehmen Möglichkeiten nimmt, auf veränderte Marktsituationen flexibel zu reagieren.“ Er sprach in diesem Zusammenhang von einem „Schlag ins Kontor“ und warnte davor, dass die Märkte „keine Rücksicht auf die deutsche Gesetzgebung“ nehmen würden.

Im Zusammenhang mit einer schnelleren Integration von Asylsuchenden und Flüchtlingen in den deutschen Arbeitsmarkt machte der BDA-Präsident gegenüber der Nachrichtenagentur „dpa“ auch deutlich, dass das Beschäftigungsverbot in der Zeitarbeit für diese Gruppen nicht mehr „zeitgemäß“ sei. Laut Kramer könne gerade die Zeitarbeit „ein Weg sein, um mit praktischen Fertigkeiten und persönlichen Kompetenzen zu überzeugen“, wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ zitiert.

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Doris Droste
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