7,6 Prozent aller Osteuropäer arbeiten nicht in ihrem Heimatland, sondern im EU-Ausland

Laut Berechnungen des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw) arbeiten 3,67 Millionen Osteuropäer in einem anderen Staat der Europäischen Union (EU). „Dies entspricht insgesamt 7,6 Prozent der Beschäftigten in der Region selbst“, heißt es dazu in der Online-Ausgabe des „Standard“.

Spitzenreiter bei der innereuropäischen Arbeitsmigration ist nach wiiw-Daten Rumänien mit einem Anteil von 15 Prozent der im EU-Ausland beschäftigten Bevölkerung, gefolgt von Kroatien mit 10,8 Prozent, Bulgarien mit 8,4 Prozent und Litauen mit 8,2 Prozent. Im Mittelfeld bewegen sich Lettland mit einer Quote von 6,9 Prozent, die Slowakei mit 6,4 Prozent, Polen mit 6,1 Prozent und Estland mit 5,5 Prozent. Kaum eine Rolle spielt dagegen die Arbeitsmigration in Slowenien mit 2,5 Prozent und Tschechien mit 1,1 Prozent ihrer im EU-Ausland beschäftigten Bevölkerung. Insgesamt stellen die Länder Rumänien, Kroatien, Bulgarien, Polen und Ungarn „fast 40 Prozent der innereuropäischen Migration“, schreibt „Der Standard“.

Aufgrund der Tatsache, dass überwiegend jüngere Menschen aus Osteuropa in andere EU-Mitgliedsstaaten abwandern, geht Michael Landesmann, wissenschaftlicher Leiter des wiiw, davon aus, dass „da insgesamt wenig Sozialtourismus stattfinden dürfte“, wie „Der Standard“ zitiert. So waren beispielsweise 70 Prozent der polnischen Migranten in andere EU-Staaten zwischen 25 und 49 Jahren alt. „Ähnliche Werte“, so die Zeitung weiter, „findet man auch bei einem genauen Blick auf die ungarischen Migranten.“

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