BAP Job-Navigator 02/2019: "Suchmedien".

Die Top Recruiting-Kanäle der Unternehmen: Jobbörsen, Firmenwebsites und Businessnetzwerke

BAP Job-Navigator 02/2019: "Suchmedien"

BAP Job-Navigator 02/2019: "Suchmedien"

Der BAP Job-Navigator wirft in seiner neuesten Ausgabe einen Blick auf das Suchverhalten der Unternehmen und will es dabei genauer wissen: Wo schalten die Unternehmen die meisten Stellenanzeigen? Gibt es regionale Differenzen im Suchverhalten? Oder lassen sich gar Unterschiede bei der Wahl des Mediums und der Berufsgruppe finden?

Untersucht wurden hierfür 1.790.138 Stellenanzeigen, die im Januar 2019 veröffentlicht wurden. Das Ergebnis: Sowohl auf regionaler Ebene als auch in der Betrachtung einzelner Berufsgruppen lassen sich deutliche Unterschiede feststellen. Thomas Hetz, Hauptgeschäftsführer des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister e.V. (BAP), erläutert: „Im heutigen Ringen um Talente gibt es nicht mehr das eine Patentrezept, das für alle gesuchten Positionen greift. Angesichts des immer enger werdenden Arbeitskräftemarktes gilt es heute, das eigene Angebot optimal auf die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe anzupassen und sich vor allem in jenen Medien zu präsentieren, die auch die Zielpersonen nutzen.“

Besonders viele Handwerker-Stellen in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit

Mit 46 Prozent setzt sich die Bundesagentur für Arbeit (BA) an die Spitze der genutzten Plattformen zur Veröffentlichung von Stellenangeboten. Dabei stehen die Chancen vor allem für suchende Handwerker sehr gut, einen passenden Job zu finden. Fast 68 Prozent der Stellenanzeigen für diese Branche fanden sich auf der Jobbörse der BA (309.930 Stellenanzeigen / 252.720 Jobs), gefolgt von Stellenanzeigen für Fachkräfte in technischen Berufen (223.410 Stellenanzeigen / 190.350 Jobs). Aber auch Berufstätige im Bereich Transport, Verkehr und Logistik werden bei der BA häufig fündig, denn ihnen standen 82.486 Jobs zur Verfügung.

Die Jobbörse der BA hält allerdings nicht nur Stellen für Berufserfahrene bereit, sondern auch Nachwuchskräfte sollten sie bei ihrer Suche mit einbeziehen. So standen ihnen allein im Januar 23.610 Ausbildungsstellen zur Auswahl.

Online-Jobportale bieten die meisten Management-Positionen

Die Online-Jobbörsen platzieren sich mit 38 Prozent auf Platz zwei der meistgenutzten Suchmedien. Den Schwerpunkt bilden hier Stellenangebote aus dem Beratungsbereich, wie z. B. für Projektmanager, Consultants oder Marketing-Spezialisten. So wurden knapp 57 Prozent der an Management und Unternehmensführung gerichteten Stellenanzeigen in Online-Jobbörsen veröffentlicht, gefolgt von Anzeigen in den Bereichen Organisation und Projektmanagement (56 Prozent / 52.740 Stellenanzeigen) sowie Marketing/PR und Werbung (56 Prozent / 22.640 Stellenanzeigen).

Wer sich mit der Berufswahl noch unsicher ist, kann ein Praktikum machen und danach entscheiden, ob die jeweilige Tätigkeit seinen Vorstellungen entspricht. Die meisten Praktikumsstellen finden Bewerber ebenfalls in den Online-Jobbörsen. Rund 73 Prozent der an sie gerichteten Stellenanzeigen wurden im Januar dort veröffentlicht.

Firmenwebsites punkten mit wissenschaftlichen Jobs

Mit fast 14 Prozent liegen die Firmenwebsites auf Platz drei der Top-Suchmedien. Vor allem Berufstätige im Bereich Wissenschaft, Aus- und Weiterbildung sollten bei ihrer Jobsuche auch die Firmenwebseiten berücksichtigen. 19 Prozent der veröffentlichten Stellen schrieben die Firmen auf den eigenen Webseiten aus. Das größte Stellenangebot (19.070 Jobs) richtete sich auch hier an Berufe im Bereich Organisation und Projektmanagement (21 Prozent). Im regionalen Vergleich wurden neben Berlin (17,2 Prozent), Hamburg (16,9 Prozent) und Baden-Württemberg (15,2 Prozent) auch in Bayern (14,7 Prozent) viele Stellenangebote inseriert.

Businessnetzwerke nur für bestimmte Berufsgruppen relevant

Soziale Netzwerke spielen vor allem aus Bewerbersicht eine immer größere Rolle, aber auch Unternehmen nutzen die Portale zunehmend, um Stellenanzeigen zu inserieren. Im Januar wurden knapp 2 Prozent der Stellenanzeigen über LinkedIn und Xing veröffentlicht. Insbesondere in den Stadtstaaten setzen die Unternehmen auf Businessnetzwerke. So lag der Anteil in Berlin mit 3,2 Prozent mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Aber auch in Hamburg wurden 2,7 Prozent der Stellenanzeigen über Businessnetzwerke veröffentlicht. Den Schwerpunkt bilden vor allem beratende Tätigkeiten sowie Berufe aus der IT-Branche. Rund 4,8 Prozent der IT-Stellen (5.970 Stellenanzeigen) und 5,4 Prozent der Manager-Stellen (2.710 Stellenangebote) wurden hier veröffentlicht. Dabei kamen insbesondere Young Professionals auf ihre Kosten. Mit 4,4 Prozent waren überdurchschnittlich viele Stellenanzeigen an sie adressiert.

Print weit abgeschlagen

Die Veröffentlichung der Stellenanzeigen in Printmedien wird hingegen nur noch selten genutzt. Im Januar wurden lediglich 2 Prozent der Stellenanzeigen in Zeitungen und Zeitschriften geschaltet. Dabei sind es in erster Linie die regionalen Tageszeitungen und Fachzeitschriften (1,8 Prozent), auf die Unternehmen setzen und dies vor allem für Ausbildungsstellen (3,1 Prozent). Auf regionaler Ebene gibt es deutliche Unterschiede. Während in Baden-Württemberg mit fast 4 Prozent der höchste Anteil an Print-Stellenanzeigen besteht, bilden Thüringen (0,4 Prozent), Berlin und Hamburg (je 0,6 Prozent) das Schlusslicht.

Über den BAP Job-Navigator

Der BAP Job-Navigator wertet monatlich die Stellenangebote aus 194 Printmedien, 164 Online Jobbörsen, mehr als 30.000 Firmenwebsites und der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit aus. Im Zeitraum Januar 2019 wurden insgesamt 1.790.138 Stellenanzeigen von über 173.465 Unternehmen analysiert. Für die aktuelle Auswertung wurden dabei in erster Linie alle veröffentlichten Stellenan-zeigen betrachtet, d.h. mehrere Anzeigen für eine Stelle und nur im Einzelfall die Zahl der Stellen/Jobs genannt.

Wichtiger Hinweis:
Die Weitergabe der persönlichen LogIn-Daten an Dritte ist untersagt. Bei Zuwiderhandlung behält sich der BAP entsprechende rechtliche Schritte vor.

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Doris Droste
Doris Droste
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