Statistisches Bundesamt: Inflationsrate lag 2016 durchschnittlich bei 0,5 Prozent

Im Jahresdurchschnitt stieg die Inflations- bzw. Teuerungsrate im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte auf 0,5 Prozent an. Der vom Statistischen Bundesamt (Destatis) ermittelte Wert liegt damit weiterhin unter der von der Europäischen Zentralbank (EZB) angestrebten Marke von 2 Prozent.

Im Dezember 2016 mussten die Verbraucher am tiefsten in die Tasche greifen: Die Teuerungsrate erreichte zum Jahresende 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Einen höheren Anstieg der Verbraucherpreise gab es  zuletzt im Juli 2013 mit 1,9 Prozent. Insgesamt bewegte sich die Preisentwicklung über das Jahr gesehen aber auf niedrigem Niveau. Laut Statistischem Bundesamt ist für die geringe Jahresteuerungsrate 2016 die Entwicklung der Energiepreise verantwortlich. Im Vergleich zum Vorjahr waren Energieprodukte wie Heizöl, Kraftstoffe, Gas und Strom insgesamt um 5,4 Prozent günstiger. Im Dezember stiegen die Energiepreise – vor allem getrieben durch die Teuerung von 21,9 Prozent für Heizöl und  6 Prozent für Kraftstoffe gegenüber dem Vorjahresmonat – allerdings sprunghaft um 2,5 Prozent an und sorgten damit für den Höchststand im vergangenen Jahr.

Internationale Notenbanken wie die EZB streben eine Inflationsrate von „nahe aber unter“ zwei Prozent an. „Ein wichtiger Grund ist zum Beispiel, dass eine Notenbank einen Sicherheitsabstand zur Nulllinie wahren möchte, damit sie geldpolitisch reagieren kann, wenn die Wirtschaft schwächelt und die Preisperspektiven gedämpft sind", so Bundesbankpräsident Jens Weidmann. Die Gefahr einer Deflation zeichnet sich trotz der niedrigen Teuerungsraten jedoch nicht ab: Aufgrund der anhaltend geringen Energiepreise wird die Inflationsrate verzerrt. Wird dieser Produktbereich ausgeklammert, „hätte die Jahresteuerungsrate 2016 deutlich höher bei 1,2 Prozent gelegen“, so das Statistische Bundesamt.

Artikel teilen:

zurück

Willkommen in unserem Social Media Room

Wir sind für Sie auch auf den Social Media Kanälen unterwegs, damit Sie schnell und bestens über unsere Themen informiert sind.

Ob Twitter, YouTube oder Xing – unsere Social Media Profile bieten ausreichend Raum, um Themen zu vertiefen, sich auszutauschen, für Informationen, tagesaktuelle Reaktionen und Inspiration. Wir wünschen Ihnen anregende Unterhaltung und freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!

Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

E-Mail schreiben

XING

Folgen Sie unserem Xing-Profil: Dort informieren wir über unsere Veranstaltungen, Seminare und das Neueste aus der Verbandsarbeit der Personaldienstleister.

Zum XING Profil