Statistisches Bundesamt: Bevölkerung in Deutschland aufgrund von Zuwanderung 2016 weiter gewachsen

Aufgrund einer Schätzung geht das Statistische Bundesamt (Destatis) davon aus, dass die Einwohnerzahl in Deutschland im letzten Jahr auf 82,8 Millionen Menschen gestiegen ist. Damit würde, wie die Behörde schreibt, „der bisherige Höchststand vom Jahresende 2002 von gut 82,5 Millionen Personen übertroffen werden.“ Der Grund für diesen Zuwachs liegt ausschließlich in der Zuwanderung.

Wie das Statistische Bundesamt schätzt, lag 2016 die Anzahl der Geburten mit 730.000 bis 770.000 weiterhin deutlich unter den etwa 900.000 bis 940.000 Sterbefällen. Damit ergibt sich für Deutschland ein sogenanntes Geburtendefizit von etwa 150.000 bis 190.000. „Dieser Trend hält seit Anfang der 1970er Jahre an“, schreibt das „Handelsblatt“ dazu. Ohne Zuwanderung wäre die Bevölkerung hierzulande also geschrumpft. Da das Statistische Bundesamt aber davon ausgeht, dass der „Saldo aus Zuzügen aus dem Ausland und Fortzügen ins Ausland“ im letzten Jahr bei einem Plus von mindestens 750.000 Personen lag, dürfte Deutschland 2016 einen Zuwachs von 600.000 Menschen im Vergleich zum Jahr 2015 verzeichnet haben. Die Behörde weist allerdings auch darauf hin, dass der Wanderungssaldo deutlich unter dem Rekord von 2015 mit einem Plus von 1,1 Millionen läge, aber „ähnlich hoch wie im Jahr 1992 (+ 782 000)“ wäre. Den Grund für diesen Rückgang sieht das „Handelsblatt“ in der „abebbenden Zahl von Flüchtlingen“.

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