PwC-Studie: Deutschlands Bedeutung in der Weltwirtschaft wird abnehmen

Ökonomen des Wirtschaftsberaters Pricewaterhouse Coopers (PwC) rechnen damit, dass die Bedeutung Deutschlands in der Weltwirtschaft bis zum Jahr 2050 sinken wird. Dabei geht das Beratungsunternehmen von einem Rückgang des deutschen Anteils an der weltweiten Wirtschaftsleistung von derzeit 3,4 Prozent bis auf 2,0 Prozent aus. Diese und weitere Prognosen veröffentlichte PwC in der Studie „The World in 2050“, für die 32 Staaten analysiert wurden, die 85 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung erbringen, wie „Die Welt“ berichtet.

Aus dem Bericht geht hervor, dass Deutschland derzeit die fünftgrößte Volkswirtschaft ist. „Bis zum Jahr 2050 jedoch könnte die Bundesrepublik – gemessen an der Kaufkraft – auf Rang neun hinter China, Indien, USA, Indonesien, Brasilien, Russland, Mexiko und Japan zurückfallen“, heißt es in der „Welt“. Russland, Brasilien, Indonesien und Mexiko liegen aktuell im Ranking hinter Deutschland. Diese Entwicklung spiegelt laut PwC-Sprecher Norbert Winkeljohann „die tektonischen Verschiebungen, die wir in der Weltwirtschaft seit Jahren erleben“, wider. So lag beispielsweise die Produktion von Waren und Dienstleistungen in den sieben größten Industrienationen in den 1990er Jahren um das doppelte höher als die der sieben größten Schwellenländer. 2015 zog die Produktion in den Schwellenländern dann auf das gleiche Niveau der sogenannten G 7-Staaten. 2040 könnte sich das Szenario der PwC-Prognose zufolge umkehren. Winkeljohann sieht hierfür vor allem den „Aufstieg Chinas und Indiens“ als Grund. „Wir rechnen damit, dass die sieben führenden ‚Emerging-Markets‘-Länder (die größten Schwellenländer) zur Jahrhundertmitte für die Hälfte der globalen Wirtschaftsleistung stehen. Die G 7 dagegen werden nur noch gut ein Fünftel ausmachen“, zitiert „Die Welt“ aus der Studie. So prognostiziert das Beratungsunternehmen ein Wachstum der Schwellenländer um jährlich 3,5 Prozent, wogegen die G 7-Staaten nur ein Plus von 1,6 Prozent erwirtschaften werden.

Als positiv erachtet PwC aber, dass viele Schwellenländer auf das deutsche Wirtschaftsmodell zurückgreifen könnten, und nennt als Beispiel hierfür das Thema soziale Ungleichheit, die in China beispielsweise in den letzten 15 Jahren deutlich stärker als in Deutschland gestiegen sei. „Um breite Bevölkerungsschichten am wachsenden Wohlstand partizipieren zu lassen, müssen die ‚Emerging Markets‘ ihre Investitionen in Technologie, Infrastruktur und vor allem Bildung deutlich ausweiten“, so Winkeljohann weiter.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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