Mindestlohn-Effekte vor allem in Ostdeutschland

Mit der Einführung des Mindestlohns im Jahr 2015 wurde die Lohnverteilung beeinflusst. Dies geht aus dem heute veröffentlichten Kurzbericht des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hervor. Die Einkommen der Ungelernten sind seither deutlicher gestiegen als die bei höher qualifizierten Arbeitnehmern. Die größten Veränderungen gibt es in Ostdeutschland.

Rund 3,4 Millionen Menschen profitieren seit Einführung vom Mindestlohn

Mit Bezug auf Daten des Statistischen Bundesamtes belegen die Wissenschaftler vom IW die Wirkung des Mindestlohns: Im Jahr 2014 verdienten knapp 4 Millionen Beschäftigte weniger als 8,50 Euro pro Stunde. Im Jahr 2015 waren es nur noch 1 Million Menschen. Ein Jahr später waren es schließlich 750.000 beziehungsweise, unter Berücksichtigung von Übergangsregelungen, 600.000 Beschäftigte. Die Analyse von Daten anderer Institutionen – wie dem Sozioökonomischen Panel (SOEP) – zeigen zwar andere absolute Zahlen. Die Tendenz bleibt die gleiche: Die untersten Verdienstgruppen profitieren vom Mindestlohn.

Ost vs. West: Unterschiedliche Auswirkung des Mindestlohns

In Ostdeutschland stieg das Einkommen der Ungelernten unmittelbar nach der Mindestlohneinführung durchschnittlich um 5,7 Prozent gegenüber 2014 an. Der durchschnittliche Verdienstanstieg für Gesamtdeutschland betrug in diesem Zeitraum nur 2,5 Prozent.

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Doris Droste
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