Markit-Index: Wachstum in Deutschland verliert im Januar 2017 leicht an Fahrt

Die konjunkturelle Entwicklung der deutschen Wirtschaft fiel im Januar 2017 weniger stark aus als in den Monaten zuvor. Der sogenannte Markit Flash Deutschland Composite Index Produktion lag mit 54,7 Zählern um 0,5 Punkte niedriger als im Vormonat, übertraf jedoch den Vorjahresdurchschnittswert von 54,3 Punkten. Zu diesen Ergebnissen kommt das Analyseunternehmen Markit in seinem für Deutschland erhobenen Einkaufsmanagerindex  – einer Befragung unter etwa 1.000 deutschen Unternehmen im Industrie- und Servicesektor.

„Die erste PMI-Vorabschätzung 2017 zeigt, dass sich Industrie und Servicesektor im Januar unterschiedlich entwickelt haben. Während die Industrieproduktion dank der anziehenden Binnen- und Exportnachfrage mit verstärkter Rate ausgeweitet wurde, schwächte sich das Geschäftswachstum im wirtschaftlich bedeutenderen Servicesektor ab“, erklärte Philip Leake, Ökonom am Markit-Institut. Die von dem Ökonomen vorgebrachten Entwicklungen sind auch die Gründe für den rückläufigen Wert, den das Markit-Institut für Januar 2017 ausweist. Gleichzeitig wurde dem Institut zufolge sowohl im Industrie- als auch im Servicesektor ein Plus bei den Aufträgen erreicht, wenngleich dieses bei den Industrieunternehmen höher ausfiel.

Im Hinblick auf die Beschäftigungsentwicklung verzeichnete das Institut ebenfalls positive Werte. Der Jobindex wies demnach „die zweithöchste Zuwachsrate seit September 2011“ auf „und notiert aktuell nur knapp unter dem 61-Monatshoch von Oktober“, heißt es bei Markit. „Beschäftigungsfördernd“ seien vor allem die guten Erwartungen der befragten Unternehmen für 2017 gewesen. Laut Leake rechnet das Markit-Institut für das laufende Jahr mit einem „Wirtschaftswachstum von 1,9 %, was der ersten offiziellen Konjunkturschätzung für 2016 entspricht“.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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