IW: Zuverlässigkeit, Erfahrungen und Sprachkenntnisse: Anforderungen an Beschäftigte im Helferbereich

1,2 Millionen Menschen suchen laut Institut der Deutschen Wirtschaft (IW Köln) derzeit einen Job im Helferbereich. Im Rahmen einer Analyse von 1.011 Online-Stellenausschreibungen untersuchte das Institut, welche zentralen Anforderungen die Unternehmen an Küchenhilfen, Reinigungskräfte, Lager- oder Produktionshilfen haben. Die Datenbasis bildeten die Ausschreibungen von Zeitarbeitsunternehmen und der BA-Jobbörse.

Soft Skills, Deutschkenntnisse, praktische Vorerfahrungen und Mobilität

Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen (62,2 Prozent) hält praktische Vorerfahrungen für wünschenswert. An zweiter Stelle der Anforderungen stehen die Sprachkenntnisse: In mehr als einem Drittel der Stellenanzeigen (35,1 Prozent) steht, dass „ausreichende Sprachkenntnisse“ gefordert werden. Ein weiteres Drittel der Unternehmen hält den Besitz eines Führerscheins und die damit verbundene Mobilität für erforderlich.

Über alle Einsatzbereiche hinweg gelten als zentrale „Soft Skills“: Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Pünktlichkeit gefolgt von Flexibilität und Teamfähigkeit. In Bereichen, wo Hygienestandards gesichert und Qualitätskontrollen durchgeführt werden müssen – beispielsweise bei Reinigungskräften und Produktionshilfen, sind Sorgfalt und Genauigkeit besonders wichtig.

Zentrale Arbeitsaufgaben

Bei der Untersuchung der Tätigkeitsprofile setzte das IW folgende Arbeitsaufgaben an erste Stelle: Bewerber als Küchenhilfe werden vornehmlich bei der Vorbereitung von Gerichten sowie Zuarbeiten zur Speisenproduktion (83,4 Prozent) eingesetzt. Reinigungspersonal wird es hauptsächlich mit der Reinigung von Büros und (Hotel-)Zimmer (59,5 Prozent) zu tun haben. Das Kommissionieren sowie die Betreuung des Warenein- und -ausgangs gehört zu den zentralen Aufgaben der Lagerhilfen (76,2 Prozent). Ein Drittel der Unternehmen aus der Lagerei  fordern von den Bewerbern einen Staplerschein.

Zukunftsfähigkeit durch Qualifizierung

Dass sich die Aufgaben und Anforderungen von Beschäftigten aus dem Helferbereich mit zunehmender Digitalisierung ändern werden, liegt laut IW Köln auf der Hand. Die Frage ist nur, wie Unternehmen damit umgehen. Um die Arbeitsmarktchancen von Geringqualifizierten auch in Zukunft zu erhalten, „ist es vielfach erforderlich, zunächst die basalen Kompetenzen, wie die Lese- und Schreibkompetenz, die alltagsmathematischen Kompetenzen und die Lernkompetenz nachzuholen, um dann den Weg zu einem anerkannten Berufsabschluss zu ebnen. Insofern ist es notwendig, entsprechende Angebote als Bestandteile in die Qualifizierungen zu integrieren“, heißt es vom IW Köln.


Den IW-Kurzbericht „Anforderungen an Helferjobs“ finden Sie hier.

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Doris Droste
Doris Droste
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