IW prognostiziert für 2019 abflauende Konjunktur in Deutschland – Bei wechselhaften Auftragseingängen ist Zeitarbeit optimales Flexibilisierungsinstrument.

Der Abschwung der deutschen Konjunktur wird sich laut der neuesten Prognose des Instituts der deutschen Wirtschaft e.V. (IW) auch im kommenden Jahr fortsetzen. Die Wirtschaftsforscher rechnen nach 1,5 Prozent Wachstum in diesem Jahr für 2019 nur noch mit einem Anstieg von 1,2 Prozent.

Verantwortlich sind hierfür laut IW vor allem der drohende internationale Handelskonflikt, der anstehende Brexit, die nachlassende globale Nachfrage nach Investitionsgütern sowie massive Zulassungsstockungen in der Automobilindustrie. Daher gehen nur noch 23 Prozent der mehr als 2.200 befragten Unternehmen von einem Zuwachs im Exportgeschäft im kommenden Jahr aus, acht Prozent weniger als im Frühjahr. Auch die gesamtwirtschaftliche Produktion wird auf nach wie vor hohem Niveau etwas an Schwung verlieren, denn während im Frühjahr noch 52 Prozent der Unternehmen für 2019 mit einem Auftragsplus rechneten, sind es mittlerweile nur noch 38 Prozent. Mit einem Auftragsminus rechnen mittlerweile 14 Prozent.

Die nachlassende Nachfrage und das schwächere Wachstum werden auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben. Demnach erwarten nur noch 34 Prozent der Unternehmen in 2019 einen Beschäftigungsaufbau, 12 Prozent weniger als noch im Frühjahr. Zwar prognostiziert das IW daher eine weiter steigende Beschäftigung und eine sinkende Arbeitslosigkeit, jedoch wird der Rückgang niedriger als im laufenden Jahr ausfallen und die Zwei-Millionen-Schwelle vermeintlich nicht unterschritten werden.

Auch und gerade in wirtschaftlich schwieriger werdenden Zeiten ist die Zeitarbeit für die Unternehmen ein elementares Instrument zur Herstellung betrieblicher Flexibilität und zur kurzfristigen Kapazitätsanpassung. Da sich die künftige Entwicklung der Nachfrage nur schwer vorhersagen lässt, ist die kosten- und zeitintensive Anwerbung von neuen Stammkräften und eine mögliche Unterauslastung vielen Unternehmen oftmals  zu riskant. Um stattdessen kurzfristig auf wirtschaftliche Entwicklungen reagieren zu können, greifen Unternehmen auf das flexibel disponierbare Personal der Zeitarbeit zurück.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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