IW Köln: Wachstumschancen durch Bildung

Deutschland steht vor großen Herausforderungen. In Zeiten von Fachkräftemangel und demografischem Wandel muss das Land stärker in seine Innovationsfähigkeit und in die Qualifikation der Bevölkerung investieren. Hierfür hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) einen Forderungskatalog aufgestellt.

Das Institut spricht in einem entsprechenden Fachbeitrag auf der IW-Website von „gezielten Anstrengungen“, die vorgenommen werden müssten, um das deutsche Bildungssystem „fit zu machen“. So müssten zunächst bessere Grundlagen für die sogenannte Ausbildungsreife getroffen, die Betreuung der Unter-Dreijährigen ausgebaut sowie eine bessere Qualität in den Kindergärten erreicht werden. Gleichzeitig sollte eine größere Zahl junger Menschen für Ausbildungsgänge in den sogenannten MINT-Fächern begeistert werden, „da diese Qualifikationen besonders innovationsrelevant sind“. Für die Gruppe der Zuwanderer bedarf es besserer Sprachförderprogramme und einer intensiveren Ausbildungsvorbereitung. Notwendig werde daher „eine deutliche Ausweitung der Bildungsausgaben für die unter 30-Jährigen“, die laut IW Köln „die wirtschaftlichen Folgen des demografischen Wandels abschwächen“ können. Auch wird diese Gruppe ab 2020 stetig kleiner.

Um diese Ziele zu erreichen, müssten die öffentlichen Ausgaben für Bildung steigen. Dem IW Köln zufolge werden diese im Jahr 2020 je Person, die jünger als 30 Jahre alt ist, etwa 5.300 Euro betragen. Aufgrund des demografischen Wandels werden die Bildungsausgaben bis 2035 sogar bei 5.800 Euro liegen.

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