IW Köln: Erste Arbeitsmarkterfolge bei der Integration von Flüchtlingen

Etwa 140.000 Menschen aus den acht Hauptasylherkunftsländern - Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien - sind in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Drei Viertel von ihnen arbeiten in kleinen und mittleren Unternehmen. Knapp 60 Prozent sind als qualifizierte Fachkräfte beschäftigt, 40 Prozent in Helfertätigkeiten. Diese Zahlen stammen aus einem aktuellen Bericht des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln). Dazu wurden sozialversicherungspflichtig Beschäftigte - auch Auszubildende und Praktikanten - aus den acht Hauptasylherkunftsländern mit Stand zum 31. März 2017 betrachtet und aktuelle Zahlen des Arbeitsmarktes ausgewertet. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Beschäftigten aus  Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien mit knapp 47.000 Personen deutlich gestiegen. Ein Drittel des Anstiegs machten geringfügig Beschäftigte aus. Am stärksten war der Anstieg bei der Beschäftigung von Syrern, deren Zahl sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt hat.

Der Mittelstand engagiert sich besonders für die Integration der Geflüchteten
Die Daten der Bundesagentur für Arbeit zeigen ein besonderes Engagement von kleinen (1-9 Beschäftigte) und mittleren Betrieben (10 bis 249 Beschäftigte) bei der Beschäftigung von Menschen aus Asylherkunftsländern. Während insgesamt gut zwei Drittel aller Beschäftigten in Deutschland in kleinen und mittleren Unternehmen angestellt sind (67,2 Prozent), sind es bei den Beschäftigten aus den Hauptasylherkunftsländern sogar drei Viertel (75,7 Prozent). Die Integrationspotenziale des Mittelstands sind damit sehr hoch.

Knapp sechs von zehn Beschäftigten aus den Hauptasylherkunftsländern verfügen über einen anerkannten Ausbildungs-, Fortbildungs- oder Studienabschluss
Aktuell sind etwa 43,5 Prozent der Beschäftigten aus den Hauptasylherkunftsländern als Fachkraft, also als Person mit mindestens abgeschlossener zweijähriger Berufsausbildung, angestellt. Als Helfer ohne abgeschlossene Berufsausbildung sind es 42,7 Prozent. Vergleichsweise wenige sind auf einer Stelle beschäftigt, die einen Fortbildungsabschluss, wie etwa Meister, Techniker oder Fachschulabschluss, voraussetzt (4,1 Prozent). 9,4 Prozent üben einen Beruf aus, der in der Regel ein Diplom, einen Masterabschluss oder einen Bachelorabschluss mit Berufserfahrung erfordert. „Zeitarbeit kann ein guter Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt sein. Daher sollte das temporäre Beschäftigungsverbot für Drittstaatsangehörige in der Zeitarbeit aufgehoben werden“, lautet eine Handlungsempfehlung im Bericht des IW Köln.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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