ISF: Die Cloud als digitaler Marktplatz für Arbeit

Wenn es um den digitalen Umbruch geht, spielt der Begriff „Cloud Computing“, zu Deutsch „Rechnerwolke“, eine zentrale Rolle. Das Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung (ISF) untersucht mit fünf weiteren Kooperationspartnern aus Wissenschaft und Wirtschaft jenes Phänomen, das für einen offenen Raum steht, in dem sämtliche Prozesse miteinander vernetzt sind. In einem ersten Zwischenbericht des auf drei Jahre angelegten Projektes deklariert das ISF die Cloud als „Basis des digitalen Umbruchs“, aus der sich ein globaler Arbeitsmarkt – ohne räumliche und zeitliche Grenzen – generiere.

Im Rahmen von 100 Interviews und Recherchen bei 67 Experten legten die Forscherteams den Fokus nicht auf die technischen Details der Cloud, wie IT-Infrastruktur, Rechenleistung oder Anwendersoftware, sondern auf die menschliche Ebene. Sie gingen der Frage nach, welche Veränderungen sich für die Arbeitnehmer ergeben. Mit den digitalen Plattformen entstehen „neue Marktplätze für Arbeit, über die Unternehmen externe Akteure – von Partnerfirmen über Kunden bis hin zu Freelancern und Crowdworkern – flexibel in ihre Prozesse einbinden“, erklärt Prof. Andreas Boes vom ISF im Interview mit der Zeitschrift VDI Nachrichten. Damit entwickele sich ein zunehmender Wettbewerb zwischen Festangestellten und Crowdworkern. Die Leistung würde über die Plattformen zunehmend transparenter. „Transparenz ist der Treibstoff und die harte Währung in der Cloud“, so Boes. Es entstehe ein globaler Arbeitsmarkt ohne zeitliche und räumliche Grenzen, zu dem auch Menschen Zugang erhalten, denen dies bislang schwer oder gar nicht möglich war.

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