ifo Geschäftsklimaindex: Stimmung in der deutschen Wirtschaft verschlechtert sich

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist im Januar 2017 gesunken. Nach Angaben des ifo Instituts ist der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft in diesem Monat um 1,2 Zähler auf 108,8 Punkte gefallen. Während sich die Unternehmen zur aktuellen Lage „erneut zufriedener“ zeigten, wurden die Aussichten für das kommende halbe Jahr als „weniger optimistisch“ bewertet.

„Die deutsche Wirtschaft startet weniger zuversichtlich ins neue Jahr“, fasst ifo Präsident Prof. Dr. Clemens Fuest die Einschätzungen deutscher Manager zusammen. In allen vier erfassten Sektoren – Verarbeitendes Gewerbe, Bauhauptgewerbe, Groß- sowie Einzelhandel – sank der Geschäftsklimaindex im Januar teils deutlich. Im Verarbeitenden Gewerbe führt das Institut den Rückgang des Indexes auf „merklich weniger optimistische Geschäftserwartungen“ bei den befragten Unternehmen zurück. Im Hinblick auf die aktuelle Lage zeigten sich die Unternehmen in diesem Wirtschaftsbereich jedoch „zufriedener“. Im Groß- sowie im Einzelhandel haben sich dagegen die beiden Teilkomponenten Geschäftserwartungen und Beurteilung der aktuellen Lage verschlechtert. Auch die Manager im Bauhauptgewerbe rechnen mit einer schlechteren Entwicklung in den kommenden Monaten. Dagegen erreichte der Index für die aktuelle Lage im Bauhauptgewerbe „einen neuen Höchststand“.

Der ifo Geschäftsklimaindex gilt als wichtigster Frühindikator der deutschen Wirtschaft, der monatlich aus der Befragung von 7.000 Unternehmen aus Industrie, Einzel- sowie Großhandel und der Bauwirtschaft ermittelt wird.

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