IAB: Weiterbildungsengagement stagniert auf hohem Niveau

Mehr als die Hälfte aller deutschen Betriebe hat im ersten Halbjahr ihre Mitarbeiter mit Weiterbildungsmaßnahmen gefördert. Dies ist das Ergebnis des aktuellen IAB-Betriebspanels, einer repräsentativen Befragung von rund 16.000 Betrieben durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Seit dem Beginn des neuen Jahrtausends ist der Anteil der weiterbildenden Betriebe von 2001 mit 36 Prozent bis heute deutlich angestiegen, jedoch stagniert seit 2012 der Aufwärtstrend zur Qualifizierung von Beschäftigten.

Geringqualifizierte Arbeitnehmer profitierten insgesamt deutlich weniger von der betrieblichen Weiterbildung durch ihre Betriebe als Höherqualifizierte. Im vergangenen Jahr nahmen 44 Prozent der Beschäftigten mit Tätigkeiten, die einen Berufs- oder Hochschulabschluss erfordern, an Maßnahmen der betrieblichen Weiterbildung teil, bei Mitarbeitern, die einfachen Tätigkeiten nachgehen, partizipierten lediglich 20 Prozent an Qualifizierungsmaßnahmen.

Mit Blick auf die einzelnen Branchen weisen die Öffentliche Verwaltung (86 Prozent), das Gesundheits- und Sozialwesen (81 Prozent) sowie der Sektor Erziehung und Unterricht (81 Prozent) eine besonders hohe Weiterbildungsquote auf, während Beherbergung und Gastronomie mit 18 Prozent Weiterbildungsbeteiligung das Schlusslicht bilden.

„Die betriebliche Weiterbildung ist ein wichtiges Instrument, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und den Qualifikationsbedarf zu decken. (…) Dies ist gerade vor dem Hintergrund zunehmender Engpässe in Teilbereichen des Arbeitsmarkts wichtig. Die Weiterbildung hat aus betrieblicher Sicht aber auch deshalb eine zentrale Bedeutung“, teilte IAB-Direktor Joachim Möller am Dienstag in Berlin mit. IAB-Vizedirektor Ulrich Walwei ergänzt diese Sicht in Bezug auf die Förderung spezifischer Beschäftigungsgruppen, die bislang unterdurchschnittlich stark von Weiterbildungsmaßnahmen profitieren: „Gerade vor dem Hintergrund bereits erkennbarer Fachkräfteengpässe können Unternehmen durch die stärkere Berücksichtigung Älterer und Geringqualifizierter bei der Weiterbildung zusätzliche Potenziale erschließen“.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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