IAB: Gute Aussichten für Beschäftigung in Deutschland in den kommenden Monaten

Im Februar 2017 ist das Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit um 0,2 Zähler auf 104,4 Punkte gestiegen. Der Frühindikator des Instituts, „der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert“, liegt damit klar im positiven Bereich, der von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung) reicht.

„Die Konjunktur läuft gut, und zudem werden Arbeitskräfte in Deutschland knapper“, kommentiert Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und Strukturanalysen“, die Ergebnisse des Arbeitsmarktbarometers. So erhöhte sich die Teilkomponente „Entwicklung der Arbeitslosenzahlen“ im Februar um 0,2 Punkte auf 101,8 Punkte und damit „auf dem besten Wert seit Juni 2011“. Das IAB verzeichnet zwar noch immer eine leichte Zunahme beim Arbeitskräftepotenzial, der stärkere Anstieg ginge jedoch von der Beschäftigung aus. Damit seien die Voraussetzungen günstig, die Arbeitslosigkeit weiter abzubauen. Gleichzeitig „kompensiere“ der Arbeitsmarkttrend „auch die zusätzlichen Arbeitslosmeldungen von Flüchtlingen“, heißt es weiter.

Auch der Teilbereich Beschäftigungsentwicklung legte im Februar um 0,3 Zähler auf 107,0 Punkte zu und steht damit dem IAB zufolge „auf einem hohen Niveau“. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist weiterhin „hoch“. Die Besetzung von freien Stellen aufgrund mangelnder Bewerber sei allerdings „schwieriger geworden“, weil seit Jahren die Beschäftigungszunahme stärker ausgefallen sei als der Anstieg des Arbeitskräftepotenzials. „Unter dem Strich“ habe sich demnach das ungenutzte Arbeitskräftepotenzial in Deutschland verringert, und Arbeitnehmer sind dem geringsten Entlassungsrisiko seit der Wiedervereinigung ausgesetzt.

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