IAB-Arbeitsmarktbarometer: Trend der sinkenden Arbeitslosigkeit hält weiterhin an

Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) zeigt auch im März weiterhin positive Tendenzen bei der Entwicklung am Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeitskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers stieg gegenüber Februar 2017 um 0,5 auf 102,3 Punkte. Das Gesamtbarometer stagniert bei 104,4 Punkten, da die Komponente für die Beschäftigungsentwicklung um 0,5 Punkte gesunken ist.

Dennoch sei laut IAB die Entwicklung insgesamt sehr positiv, denn die Beschäftigungskomponente liege mit 106,5 Punkten deutlich im positiven Bereich. „Arbeitskräfte werden in Deutschland gesucht“, zieht Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und Strukturanalysen“, ein erstes Fazit. Als Gründe für die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt sehen die Experten des IAB einerseits den Aufwärtstrend in vielen Dienstleistungsbranchen, andererseits aber auch die gute Konjunktur.

Wie das IAB weiter feststellt, entwickle sich die Arbeitslosigkeitskomponente seit Oktober 2016 stärker als die Beschäftigungskomponente. „Die gute Arbeitsmarktentwicklung wirkt sich mittlerweile auch deutlich auf die Arbeitslosigkeit aus“, kommentiert Weber diese Tendenz. Die Voraussetzungen für das anhaltende Sinken der Arbeitslosigkeit hätten sich stark verbessert, so seien verfügbare Arbeitskräfte heute spürbar knapper als noch vor Jahren. „Vor allem Arbeitslosmeldungen infolge von Entlassungen nähmen ab“, schreiben die Arbeitsmarktexperten auf der IAB-Website, denn „Betriebe versuchten, ihre Mitarbeiter möglichst zu halten“. In der Folge gleiche dies auch die steigenden Arbeitslosenzahlen von Flüchtlingen aus.

Für die Ermittlung des IAB-Arbeitsmarktbarometers befragt das Institut monatlich alle lokalen Arbeitsagenturen zu den Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt. Das IAB zieht die Ergebnisse aus zwei Bereichen heran: die „Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate“ sowie die „Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung“. Aus beiden Komponenten werde der Mittelwert bestimmt, der „den Gesamtwert des IAB-Arbeitsmarktbarometers“ abbildet.

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