IAB-Arbeitsmarktbarometer – mit guten Aussichten ins neue Jahr

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer hat im Dezember auf hohem Niveau noch einmal etwas zugelegt: Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) steigt gegenüber dem Vormonat um 0,1 auf 104,9 Punkte. Damit zeigen sich laut IAB sehr gute Aussichten für die Entwicklung des Arbeitsmarkts in den kommenden Monaten.

Die Beschäftigungskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers steigt gegenüber dem Vormonat um 0,2 auf 107,3 Punkte und erreicht damit den bisherigen Höchststand aus dem Sommer 2011. „Die Beschäftigungsentwicklung im Jahr 2018 wird rekordverdächtig“, sagt Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“. Der Aufschwung sei breit angelegt: „Im Moment geht es fast überall aufwärts, in der Binnenkonjunktur und der Weltwirtschaft, bei den Dienstleistungen und in der Industrie“.

Arbeitslosigkeit wird auch 2018 weiter sinken
Die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit verbleibt auf dem guten Vormonatsniveau von 102,6 Punkten. „Der Abbau der Arbeitslosigkeit wird nach Einschätzung der Arbeitsagenturen im kommenden Jahr weitergehen“, so Weber. Der nach wie vor steigende Bedarf an Fachkräften, der sich nicht zuletzt aufgrund der kräftigen Konjunktur ergebe, führe zu einem verstärkten Sinken der Arbeitslosigkeit. Daher sei trotz Brexit, Diesel-Krise und Air-Berlin-Pleite eine positive Entwicklung zu erwarten.

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer basiert auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen. Es besteht aus zwei Komponenten: „Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate“ und „Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung“. Der Mittelwert aus den beiden Komponenten bildet den Gesamtwert. Das als Frühindikator geltende IAB-Arbeitsmarktbarometer bietet einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarkts. Seine Skala reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung).

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