IAB-Arbeitsmarktbarometer: Arbeitslosigkeit wird 2017 weiter sinken

Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) weist daraufhin, dass die Arbeitslosenzahlen in den kommenden Monaten weiter zurückgehen werden. Im Hinblick auf die Beschäftigtenzahlen rechnet das Institut ebenfalls mit einer positiven Entwicklung, die sich aber leicht abschwächen werde. Wie die Nürnberger Behörde heute mitteilte, legte das IAB-Arbeitsmarktbarometer im Januar 2017 insgesamt um 0,1 Zähler auf 103,2 Punkte zu.

„Im Jahr 2017 ist zwar mit zusätzlichen Arbeitslosmeldungen von Flüchtlingen zu rechnen, aber der günstige Arbeitsmarkttrend kann das kompensieren“, kommentiert Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und Strukturanalysen“, die Ergebnisse des Instituts. Demnach verbesserte sich die Komponente für den Ausblick auf die Arbeitslosenzahlen im Januar 2017 um 0,7 Zähler gegenüber dem Vormonat, während diese für Beschäftigung um 0,4 Punkte fiel. Trotz des Rückgangs der Beschäftigungskomponente stehe diese weiterhin „auf einem sehr guten Niveau“ und werde auch 2017 zulegen, erklärt Weber weiter. Trotz der Flüchtlingszuwanderung und der „verringerten Dynamik“ beim Beschäftigungsaufbau sei es „bemerkenswert“, dass sich die Arbeitslosenzahlen weiterhin rückläufig entwickeln, fasst das IAB die Ergebnisse zusammen. Dies führt Weber vor allem auf den demographischen Wandel zurück.

Wie das IAB weiter feststellte, verringerte sich außerdem das Entlassungsrisiko. „Betriebe würden sich Beschäftigte sichern, da die Wiederbesetzung freier Stellen schwieriger geworden sei. Die sinkende Entlassungsquote verringere die Arbeitslosigkeit und führe auch dazu, dass sich die Beschäftigung noch gut entwickle“, schreiben die Arbeitsmarktforscher.   

Für die Ermittlung des IAB-Arbeitsmarktbarometers befragt das Institut monatlich alle lokalen Arbeitsagenturen zu den Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt. Das IAB zieht die Ergebnisse aus zwei Bereichen heran: die „Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate“ sowie die „Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung“. Aus beiden Komponenten werde der Mittelwert bestimmt, der „den Gesamtwert des IAB-Arbeitsmarktbarometers“ abbildet.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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