Hetz: Zeitarbeit leistet erfolgreiche Integrationsarbeit

Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten schneller als erwartet

Thomas Hetz, BAP-Hauptgeschäftsführer

Laut des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) geht die Integration von Flüchtlingen deutlich schneller voran als zunächst angenommen. Die Integration verläuft „etwa ein Jahr schneller […], als wir es bei früheren Flüchtlingsbewegungen nach Deutschland festgestellt haben“, sagte Herbert Brücker, Leiter des Bereichs Migration, Integration und internationale Arbeitsmarktforschung beim IAB, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Dienstagsausgabe).

Bemerkenswert: Etwa 50 Prozent der Flüchtlinge im Job seien als Fachkräfte oder Spezialisten und Experten tätig, so Brücker. Dies sei überraschend, denn nur jeder fünfte Flüchtling hat vor der Flucht einen Berufsabschluss oder ein Studium gemacht. Laut IAB führen Arbeitnehmer in den Herkunftsländern qualifizierte Tätigkeiten auch ohne Abschluss durch bzw. lernen diese erst im Job.

Zeitarbeit als Top-Einsatzbranche

Sehr viele seien als Leiharbeiter beschäftigt, wenn auch zu relativ geringen Löhnen, so Herbert Brücker. Die aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) können belegen, dass sogar jeder dritte Geflüchtete seine Arbeitssuche dank der Zeitarbeit erfolgreich beenden konnte. Das von Brücker angesprochene niedrige Lohnniveau ließe sich an zwei Faktoren erklären, so BAP-Hauptgeschäftsführer Thomas Hetz: „Geringere Verdienste sind nicht auf die Zeitarbeit selbst zurückzuführen, sondern auf die häufig fehlenden beruflichen Qualifikationen und mangelnden Sprachkenntnisse. Entscheidend sind jedoch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und damit der Einstieg im ersten Arbeitsmarkt durch die Zeitarbeit, die sich zum Integrationsmotor Nr. 1 für Geflüchtete entwickelt hat.“

Die Integrationsdienstleister

Die Zahlen belegen es: Die Zeitarbeit hat eine wichtige Integrationsfunktion sowohl für Langzeitarbeitslose als auch Geflüchtete. Die Geschichten und Gesichter hinter diesen Statistiken zeigt die BAP-Initiative „Die Integrationsdienstleister“. So individuell die vorgestellten Personen auch sind, eines haben sie gemeinsam: Die Zeitarbeit hat ihnen neue Perspektiven eröffnet, sei es in der Zeitarbeitsbranche, durch Übernahme in die Stammbelegschaft des Kunden oder eine Ausbildung.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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