Gesamtmetall-Umfrage: Unternehmen halten an Azubis und Beschäftigen fest

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++ Talsohle in M+E-Industrie erreicht, Wirtschaft müsse jetzt „schnell wieder hochfahren“ – Lazay: Flexibilitätsmotor Zeitarbeit steht bereit ++

Auf das laufende Ausbildungsgeschehen bei den M+E-Unternehmen hat die Coronakrise bei neun von zehn Unternehmen keine Auswirkungen. Das ergab eine aktuelle Blitzumfrage des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall unter den Mitgliedsunternehmen. Zwei Drittel der befragten Unternehmen gehen zudem von einer gleichbleibenden Zahl von Ausbildungsplätzen im kommenden Jahr aus. Die Ausbildung der Fachkräfte von morgen sei von entscheidender Bedeutung, so Gesamtmetall. Die aktuell von der Bundesregierung beschlossenen Ausbildungshilfen seien richtig und wichtig, allerdings arbeiten in der M+E-Industrie rund 63 Prozent der Beschäftigten in Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern. An ihnen gehe das Förderprogramm leider vorbei, beklagt der Arbeitgeberverband.

Weiterhin ergab die Blitzumfrage, dass die M+E-Industrie bedingt durch die Coronakrise auch im Juni eingeschränkt produziert. 46,1 Prozent der M+E-Unternehmen melden starke oder sehr starke Einschränkungen. 66 Prozent der Unternehmen nutzen nach eigenen Angaben auch im Juni Kurzarbeit. „Die Unternehmen versuchen weiterhin alles, um ihre Beschäftigten zu halten, Das zeigt das grundsätzliche Vertrauen in eine Erholung“, so Gesamtmetall. Der Verband konstatiert daher, dass es jetzt darauf ankomme, die Wirtschaft schnell wieder hochzufahren und gestärkt aus der Coronakrise herauszukommen.

Lazay: Wir können schnell wieder hochfahren

Eine Wirtschaft, die schnell wieder hochfahren möchte, benötigt das Flexibilitätsinstrument Zeitarbeit. Im Interview mit der Funke Mediengruppe blickt BAP-Präsident Sebastian Lazay daher optimistisch in die Zukunft der Branche:

„Die Zeitarbeit ist weltweit ein Erfolgsmodell, sie wird auch nach der Krise weiter gefragt sein. Wir erleben oft Achterbahnfahrten. Gerade in den Krisen geht es für uns als Erste steil nach unten – im Zuge des Aufschwungs aber oft auch rasant wieder nach oben. Ich bin sicher, dass wir schnell wieder hochfahren können.“

Dass die Zeitarbeit zum jetzigen Zeitpunkt schnell hochfahren kann, liegt zum großen Teil an der Öffnung der Kurzarbeit für die Personaldienstleistungsbranche. Laut ifo-Institut und der BAP-Mitgliederumfrage haben deutlich über 80 Prozent der Personaldienstleister von diesem Instrument Gebrauch gemacht und so an ihren Mitarbeitern festgehalten.

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