Eurostat: Inflationsrate im Euroraum und in der EU zieht an

Im Januar 2017 ist die jährliche Inflationsrate im Euroraum mit 19 Mitgliedsstaaten um 0,7 Punkte auf 1,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat Dezember 2016 gestiegen. Ein Jahr zuvor lag die Inflationsrate bei nur 0,3 Prozent. Gleichzeitig erhöhte sich auch der Preisanstieg in der Europäischen Union (EU), der 28 Mitgliedsstaaten angehören, um 0,5 Zähler auf 1,7 Prozent. Zu diesen Ergebnissen kommt das Statistikamt der EU, Eurostat.

Die niedrigsten Inflationsraten für Januar 2017 verzeichnete die Behörde in Irland mit 0,2 Prozent, in Rumänien mit 0,3 Prozent sowie in Bulgarien mit 0,4 Prozent. In Belgien stieg die Rate dagegen auf 3,1 Prozent und lag damit in der EU am höchsten. Hohe Werte wurden außerdem in Lettland und Spanien mit jeweils 2,9 Prozent verzeichnet. In Deutschland lag die Preiserhöhung im Januar 2017 bei 1,9 Prozent und damit um 1,5 Prozent höher als ein Jahr zuvor (BAP berichtete). „Gegenüber Dezember 2016 ging die jährliche Inflationsrate in zwei Mitgliedstaaten zurück und stieg in sechsundzwanzig an“, fasst Eurostat zusammen.

Treiber für die gestiegenen Werte bei der Inflation waren insbesondere die Teilindizes „Kraftstoffe für Verkehrsmittel“, die um 0,5 Prozentpunkte zulegten, und „flüssige Brennstoffe und Gemüse“, wo der Zuwachs im Januar 2017 0,14 Prozentpunkte betrug. Dagegen wirkte sich das Minus in den Bereichen „Telekommunikation“ (- 0,09 Prozentpunkte), „Gas“ (- 0,08 Prozentpunkte) sowie „Brot und Getreideerzeugnisse“ (-0,05 Prozentpunkte) senkend aus.

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