Ende des Pessimismus – Ingo Kramer im Interview

Der BDA-Präsident zeigt sich im Interview mit der Welt am Sonntag vom 5. April 2020 optimistisch über eine schnelle Erholung der deutschen Wirtschaft.

Ingo Kramer © BDA | Christian Kruppa

Wie jüngst veröffentlichte Umfrageergebnisse der BGA zeigen, spüren deutsche Unternehmen die Auswirkungen der Corona-Pandemie bereits deutlich. Wegbrechende Aufträge gepaart mit einer hohen Stornierungsrate macht den Betrieben schwer zu schaffen.

Während angesichts dessen mancher vor einer tiefgreifenden Rezession warnt, zeigt sich BDA-Chef Ingo Kramer im Gespräch mit der Welt am Sonntag optimistischer: "Die Bedürfnisse nach Waren und Dienstleistungen sind nur aufgeschoben. Man darf also davon ausgehen, dass das nach Aufhebung der Einschränkungen in vielen Bereichen schrittweise nachgeholt werden kann."

Mit Blick auf Länder wie China verweist der Arbeitgeber-Präsident auf den entscheidenden Faktor Zeit. Je länger der Stillstand dauert, desto größer der Schaden, so Kramer. Er selbst gehe jedoch von einem moderaten Einbruch der Wirtschaft aus und stützt sich dabei auf das am 30. März 2020 veröffentlichte Sondergutachten des Sachverständigenrates: "Sie haben drei Szenarien skizziert, und ich persönlich schätze, dass zwischen den beiden optimistischeren die Wahrheit liegt."

Gleichzeigt fordert Kramer die Unternehmen im Interview dazu auf, "frühzeitig nach Auszubildenden zu suchen [und zu halten]. Denn es ist völlig klar: Sobald die Konjunktur wieder anzieht, wird der Fachkräftemangel ganz schnell wieder unser größtes Problem sein."

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