„Die Zeitarbeit wird auch nach der Krise weiter gefragt sein“

++ Sebastian Lazay in den Zeitungen der Funke Mediengruppe zur aktuellen Situation der Branche in Zeiten der Corona-Krise ++

„Die Krise hat erstmals Betriebe flächendeckend in ganz Deutschland getroffen – ohne regionale Unterschiede“. BAP-Präsident Sebastian Lazay macht in den Samstagsausgaben der Zeitungen der Funke Mediengruppe (u.a. WAZ, Berliner Morgenpost, Hamburger Abendblatt) deutlich, welche gewaltigen Auswirkungen die Corona-Pandemie auf die Personaldienstleistungsbranche habe. So hätten die „Unternehmen im Durchschnitt Umsatzrückgänge von knapp 50 Prozent zu verzeichnen, jedes fünfte mehr als 80 Prozent“, fasst Lazay ein zentrales Ergebnis der Verbandsumfrage unter den Mitgliedsunternehmen zusammen. Am stärksten getroffen habe es Betriebe, die ihre Mitarbeiter derzeit nur eingeschränkt oder gar nicht vermitteln könnten, beispielsweise in den Bereichen Messen, Events, Touristik, aber auch in der Metall- und Elektroindustrie sowie in der Logistikbranche.

Wichtig für die Personaldienstleister, betont Lazay, seien die schnellen finanziellen Staatshilfen gewesen. Hierzu zählt die Öffnung der Kurzarbeit auch für die Zeitarbeit, die rege genutzt werde. Laut den neuesten Angaben des ifo-Instituts hätten 83 Prozent der Personaldienstleister Kurzarbeit angemeldet. Dies sei ein wichtiger Aspekt dafür gewesen, dass nur wenige Zeitarbeitsunternehmen Mitarbeiter entlassen mussten und die Firmen durch die Kurzarbeit an ihren Mitarbeitern festhalten konnten. Deswegen werde die Krise „zu einer gewissen Konsolidierung der Branche führen, aber massenhafte Insolvenzen erwarten wir nicht.“ Auch daher äußert sich Lazay zur Zukunft der Zeitarbeit in Nach-Corona-Zeiten durchaus optimistisch: „Die Zeitarbeit ist weltweit ein Erfolgsmodell, sie wird auch nach der Krise weiter gefragt sein. Wir erleben oft Achterbahnfahrten. Gerade in den Krisen geht es für uns als Erste steil nach unten – im Zuge des Aufschwungs aber oft auch rasant wieder nach oben. Ich bin sicher, dass wir schnell wieder hochfahren können.“

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