Das Erste – Plusminus: Zeitarbeit kommt raus aus dem „Schmuddelimage“

©Das Erste - plusminus

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Das Erste hat in seiner gestrigen Sendung „Plusminus“ die Zeitarbeitsbranche aus einem erfrischenden - für uns bekannten - Blickwinkel betrachtet. Der Tenor der Sendung: „Das schlechte Image der Zeitarbeit hat sich gewandelt.“

Der Bericht sieht steigende Löhne und verbesserte Arbeitsbedingungen in der Branche als Grund für den Imagewandel und als Grund dafür, dass immer mehr Arbeitnehmer in die Zeitarbeit wechseln. Der Anstieg auf über eine Million Zeitarbeitnehmer bis 2018, der oftmals von Kritikern negativ ausgelegt wird, erscheint so in einem anderen Licht. Vor allem in Mangelberufen, wie etwa in der Altenpflege, „boomt“ die Zeitarbeit.

Dass sich das Verhältnis in der Pflege komplett pro Zeitarbeit gedreht hat, erkennen mittlerweile auch die Gewerkschaften an. Lutz Krause-Ziehaus von Verdi sagt im Bericht: „In der Pflege ist es so, dass die Arbeitsbedingungen für festangestellte Pflegekräfte so schlecht geworden sind, dass es für viele attraktiv wird, sich in die Leiharbeit zu flüchten. Weil sie da bessere Arbeitsbedingungen finden.“

Ähnliches weiß der Bericht auch über andere Branchen zu berichten: So haben aktuell Lokführer aufgrund der dünnen Personaldecke in der Bahnbranche durch Zeitarbeitsfirmen gute Verhandlungschancen. Auch im Bereich Handwerk- und Industrie werden aufgrund des Fachkräftemangels bereits ab dem ersten Tag an höhere Brutto-Löhne über dem Tarif gezahlt. „Kein Wunder also, dass es mittlerweile sogar Ärzte oder sogar Rechtsanwälte als Zeitarbeiter gibt“, so die Autoren.

Das „Plusminus-Fazit“: Leiharbeit im Jahr 2019 – das Image vom ausgebeuteten, entrechteten Zeitarbeiter war gestern, zumindest unter den qualifizierten Fachkräften.

Sie finden den kompletten Bericht „Schmuddelimage ade – Warum sich Leiharbeit für viele Beschäftigte lohnt“ unter:

https://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/hr/leiharbeit-arbeitsmarkt-100.html

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