Bericht des IAB: Geflüchtete finden ihren ersten Job schneller – Zeitarbeit ist wichtigste Branche bei der Arbeitsmarktintegration.

Ein aktueller Bericht des zur Bundesagentur für Arbeit gehörenden Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt auf, dass Geflüchtete, die zwischen 2013 und 2016 nach Deutschland gekommen sind, ein schnellerer Start in die Erwerbstätigkeit gelingt als Flüchtlingen in der Vergangenheit.

Gemäß den Angaben des IAB hat demnach rund jeder zweite Flüchtling fünf Jahre nach seiner Ankunft in Deutschland einen Arbeitsplatz. Dabei gibt es ein starkes Gefälle zwischen Männern und Frauen. Sind nach fünf Jahren 57 Prozent der Männer erwerbstätig, liegt der Anteil der Frauen nur bei 29 Prozent. Bei denjenigen, die bis 2013 gekommen sind, dauerte das Erreichen der 50-Prozent-Schwelle hingegen mehrere Monate länger.

Entscheidend hierfür sei vor allem die mittlerweile deutlich bessere Verfassung des Arbeitsmarktes. So ist das Beschäftigungswachstum höher als in den 90er-Jahren und die Arbeitslosigkeit deutlich geringer, so dass es für alle Arbeitssuchenden einfacher geworden ist, einen Job zu bekommen. Zudem werde seit 2015 deutlich mehr in Sprach- und andere Integrationsprogramme für Asylbewerber und anerkannte Geflüchtete investiert, als es damals der Fall war, was sich nun auszahle.

Personaldienstleister haben entscheidenden Anteil an der Entwicklung

Einen entscheidenden Anteil an dieser positiven Entwicklung haben die Personaldienstleister, die tagtäglich beweisen, dass sie Experten darin sind, Geflüchteten eine Teilnahme am deutschen Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Denn mehr als jede dritte Beschäftigungsaufnahme im ersten Arbeitsmarkt von Geflüchteten erfolgte in der Arbeitnehmerüberlassung. Die Zeitarbeit ist somit die wichtigste Branche bei ihrer Arbeitsmarktintegration. Mit 35 Prozent ist dabei schon jetzt der Ausländeranteil in der Zeitarbeit fast dreimal so hoch wie in der Gesamtwirtschaft.

Welche enorme Kraft die Personaldienstleister als Integrationsdienstleister haben, wird durch die gleichnamige BAP-Initiative nicht nur in Zahlen, sondern auch in persönlichen Geschichten dieser Menschen eindrucksvoll vermittelt.

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