BA: 8,3 Prozent mehr Frauen in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung

Die neuesten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) melden ein generelles Beschäftigungsplus auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Demnach ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im Zeitraum von 2013 bis 2017 um 2,5 Millionen auf 32,2 Millionen Beschäftigte gestiegen. Der Frauenanteil ist im gleichen Zeitraum um 8,3 Prozent auf 14,9 Millionen Beschäftigte gestiegen. Auch die Beschäftigungsquote von Frauen, die den Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Alter zwischen 15 und 65 Jahren angibt, ist von 51,3 auf 55,4 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Die Beschäftigungsquote bei den Männern liegt aktuell bei 61,8 Prozent.

Beschäftigungsplus aufgrund von Teilzeitbeschäftigung

Das Beschäftigungsplus bei Frauen liegt hauptsächlich in der Zunahme von Teilzeitbeschäftigung begründet. In den letzten vier Jahren nahm sie um 14 Prozent zu, während der Anstieg von Frauen-Vollzeitstellen lediglich 3,5 Prozent betrug. Circa 7,06 Millionen Frauen arbeiten derzeit in Teilzeit – also 47 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen weiblichen Beschäftigten. „Fast jede zweite Frau, die angestellt ist, arbeitet in Teilzeit. Dieser Anteil steigt seit Jahren“, sagt Valerie Holsboer, Vorstand der BA. Bei den Männern liegt der Teilzeit-Anteil lediglich bei 11 Prozent. Die Gründe für die hohe Frauen-Teilzeitquote liegen laut der BA darin, dass Frauen temporär Arbeitszeiten zurückfahren aufgrund von Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen. Aber: „Aus Befragungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung wissen wir, dass jede zweite Frau ihre Arbeitszeit gern wieder ausdehnen würde“, sagt Holsboer. Dieses Potenzial müsse in Anbetracht des Fachkräftebedarfs gehoben werden beispielsweise durch bessere Betreuungsangebote für Kinder.  

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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