ZEW-Index: Konjunkturerwartungen steigen – bleiben aber unter Prognose von Ökonomen

Deutsche Finanzexperten beurteilen die Wirtschaftserwartungen deutlich optimistischer als zuletzt. Wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) unter Berufung auf eine Umfrage unter 216 Analysten und Anlegern mitteilte, stieg der ZEW-Index gegenüber dem Vormonat um 3,3 Punkte auf 4,3 Zähler. Die Erwartungen blieben jedoch hinter der Vorhersage der von der Nachrichtenagentur „Reuters“ befragten Ökonomen zurück, die mit einem Anstieg von 5,0 Punkten rechneten. Von Bloomberg befragte Volkswirte hatten sogar einen Stand von 5,4 Zählern prognostiziert, heißt es in der „Welt“.

„Das Rätselraten über die weitere wirtschaftliche Entwicklung wichtiger Schwellenländer, über die künftige Entwicklung des Ölpreises und des Außenwerts des Euros stimmt weiterhin vorsichtig“, erklärt Prof. Dr. Sascha Steffen, Leiter des Forschungsbereichs „Internationale Finanzmärkte und Finanzmanagement“ am ZEW. So habe die gelockerte EZB-Geldpolitik „die Konjunkturerwartungen nicht wesentlich verändert“. Einem Bericht des Nachrichtenportals „n-tv“ zufolge hatte es zuvor zwei Rückgänge in Folge gegeben. Die ZEW-Wirtschaftserwartungen stützen jedoch die Einschätzung deutscher Manager im gestern vom ifo Institut veröffentlichten ifo-Geschäftsklimaindex (BAP berichtete). Diese bewerteten sowohl die aktuelle Geschäftslage wie auch die Aussichten für das kommende halbe Jahr optimistischer als in den Monaten zuvor. In Hinblick auf die aktuelle Wirtschaftslage zeigen sich die vom ZEW befragten Anleger jedoch deutlich verhaltener. Hier sank der Index um 1,6 Zähler auf 50,7 Punkte.

Die Finanzexperten wurden gleichzeitig zu ihren Erwartungen in Hinblick auf die Konjunkturentwicklung im Euroraum befragt. „Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum hat sich im März 2016 um 3,8 Punkte auf minus 11,8 Punkte verschlechtert“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung des ZEW. Die aktuelle Lage in der Eurozone ließ ebenfalls nach. Der Index liegt nach einem Rückgang von 3,8 Punkten nun bei minus 11,8 Zählern. 

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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