Zehn-Länder-Vergleich: Digitalisierung in Deutschland hinkt hinterher

Deutsche Unternehmen haben bei der Digitalisierung deutlichen Nachholbedarf. Dies ermittelte das Institut TNS Infratest und das Mannheimer Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in dem Monitoring Report „Wirtschaft Digital“, den das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) in Auftrag gab. Der Trend zeige zwar nach oben, heißt es in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ), dennoch belegte Deutschland beim Digitalisierungsgrad nur den sechsten Platz im Vergleich mit den zehn führenden Industrieländern.

Anhand dieses Ergebnisses zeige sich, dass die deutsche Wirtschaft gemeinsam mit der Politik „noch stärkere Anstrengungen“ unternehmen müsse, „um in Zukunft eine Spitzenposition bei der Digitalisierung zu erreichen“, zitiert die FAZ aus dem Report. Auch Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, unterstreicht: „Die Zahlen zeigen, dass bei der Digitalisierung unserer Wirtschaft Luft nach oben ist“, schreibt der „Tagesspiegel“. Wie die FAZ weiter zitiert, sei „das Tempo verhalten und führe bis 2020 zu einem Ausbau auf 56 Indexpunkte“. Vor allem in der gewerblichen Wirtschaft zeigten sich deutliche Defizite. Hier beträgt das Maß der Digitalisierung in deutschen Unternehmen gerade einmal 49 von 100 möglichen Zählern. Laut „Tagesspiegel“ würden Geschäftsabläufe und unternehmensinterne Prozesse „nicht ausreichend digitalisiert“ sowie digitale Dienste zu wenig genutzt. Dienstleistungsunternehmen seien hingegen besser aufgestellt. Der Zeitung zufolge führten die Autoren der Studie den schlechten Platz Deutschlands auf die zurückhaltende Nutzung digitaler Produkte in Bevölkerung, Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen zurück.

China machte mit sieben Zählern gegenüber den anderen Ländern den größten Sprung und belegt mit 55 Indexpunkten zusammen mit Japan den vierten Platz. Den Spitzenplatz besetzen die USA (80 Punkte), gefolgt von Südkorea (66 Punkte) und Großbritannien (57 Punkte).

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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