Zahlen zum Arbeitsmarkt und zu Flüchtlingen

Im ersten Halbjahr 2015 beantragten 645.000 Flüchtlinge Asyl in Deutschland. Bis Jahresende wird mit dem Zuzog von insgesamt einer Million weiteren Asylsuchenden gerechnet. Trotz dieser Prognose rechnet die Bundesagentur für Arbeit (BA) jedoch nur mit gut 130.000 arbeitslosen Flüchtlingen im kommenden Jahr. Wie viele Flüchtlinge tatsächlich im deutschen Arbeitsmarkt ankommen werden, zeigt das Nachrichtenmagazin „Focus Online“ in einem Überblick.

Von der hohen Zahl der Zuzügler wurden zwischen Januar und September 60 Prozent der Flüchtlinge vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) abgelehnt. Der andere Teil durchläuft das Asylverfahren, darf währenddessen aber drei Monate keiner Arbeit nachgehen. Erst nach Verfahrensabschluss werden anerkannte Flüchtlinge in der Arbeitslosenstatistik der BA geführt, berichtet „Focus Online“ unter Berufung auf einen Sprecher der Behörde. Schulpflichtige Personen sind nicht in der Statistik erfasst, weil diese Gruppe nicht als arbeitslos gilt. Dies trifft auf gut 55 Prozent der Flüchtlinge zu, die jünger als 25 Jahre sind, und auch auf Ältere, die einen Schulabschluss nachholen. Genauso wenig werden Personen mitgezählt, die älter als 67 Jahre sind. Gleichzeitig gilt in den ersten 15 Monaten des Aufenthalts der Flüchtlinge beziehungsweise bis zum Abschluss des Anerkennungsverfahrens die Vorrangprüfung. Das heißt, „gibt es einen deutschen oder europäischen Bewerber, der ebenfalls für eine Stelle in Frage kommt, kommt dieser zuerst zum Zug“, schreibt das Nachrichtenmagazin weiter. Nach Ablauf der Frist oder nach abgeschlossenem Anerkennungsverfahren, können die Flüchtlinge schließlich einer Beschäftigung nachgehen. So erwartet die BA auch „eine positive Entwicklung für den deutschen Arbeitsmarkt“, insbesondere was den Zustrom an Fachkräften betrifft.

Die Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), rechnet mit 130.000 zusätzlichen Arbeitslosen, wie das Institut in der kürzlich veröffentlichten Arbeitsmarktprognose 2016 ermittelte (BAP berichtete). Diese Zahl bilde jedoch lediglich den Durchschnitt ab, „die tatsächliche Zahl kann monatlich schwanken“, schreibt „Focus Online“ weiter. Den ersten größeren Ansturm von Flüchtlingen erwartet die BA demnach zwischen Februar und März des kommenden Jahres. „Am Ende des Jahres 2016 soll die Anzahl dann sinken und so durchschnittlich bei 130.000 liegen“, heißt es dazu auf der Website des Nachrichtenportals.

Wichtiger Hinweis:
Die Weitergabe der persönlichen LogIn-Daten an Dritte ist untersagt. Bei Zuwiderhandlung behält sich der BAP entsprechende rechtliche Schritte vor.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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