Wirtschaftsinstitute: Konjunktur in Deutschland wird weiter anziehen

Bis mindestens zum Jahr 2018 wird die deutsche Wirtschaft weiter wachsen, wenngleich die Erwartungen aufgrund des Brexit-Votums zum Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) mittlerweile gedämpfter ausfallen. Zu diesem Ergebnis kommen das Kieler Institut für Wirtschaftsforschung (IfW) und das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) in ihren aktuellen Konjunkturprognosen.

Beide Institute rechnen in diesem Jahr mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,9 Prozent. Was die Aussichten für die kommenden Jahre angeht, ist das RWI jedoch weniger optimistisch als das IfW. Während dieses davon ausgeht, dass 2017 die Konjunktur hierzulande  um 1,7 Prozent und 2018 um 2,1 Prozent anziehen wird, erwartet das RWI im kommenden Jahr eine Zunahme von lediglich 1,4 Prozent und im darauffolgenden Jahr in Höhe von 1,6 Prozent. Das RWI begründet seine vorsichtige Schätzung mit der geringeren Zahl an Arbeitstagen im kommenden Jahr. Das IfW korrigierte seine Erwartungen für 2017 um 0,4 Prozentpunkte zurück. Verantwortlich dafür seien „temporär dämpfende Faktoren wie der Ausgang des Referendums im Vereinigten Königreich“, die auch auf die deutsche Konjunktur Auswirkungen haben, erklärt Stefan Kooths, Leiter des IfW-Prognosezentrums, in einer Pressemitteilung des Instituts.

Beide Institute beurteilen außerdem die Lage am Arbeitsmarkt weiterhin positiv. Wie das RWI auf seiner Website mitteilt, wird sich der Beschäftigungsaufbau weiter fortsetzen, jedoch „mit etwas geringerem Tempo“ und es „ ist eine steigende Arbeitslosigkeit zu erwarten“. Für diese Entwicklung macht das Institut die wachsende Zahl Asylsuchender und Flüchtlinge verantwortlich, die im kommenden Jahr vermehrt den deutschen Arbeitsmarkt erreichen werden. „Die Arbeitslosenquote dürfte vor diesem Hintergrund von 6,1 Prozent in diesem Jahr auf 6,3 Prozent im Jahr 2018 steigen“, prognostizieren die RWI-Forscher. Das IfW erwartet hingegen eine sinkende Arbeitslosenquote auf 5,8 Prozent, was nicht zuletzt dem privaten Konsum geschuldet ist, der weiterhin „kräftig zulegen“ wird. Einschränkend erklärt das Institut jedoch: „Damit geht die Arbeitslosigkeit aber in geringerem Tempo zurück, als die Beschäftigung zulegt. Grund dafür ist, dass das Erwerbspersonenpotenzial vor allem aufgrund der hohen Zuwanderung kräftig steigt.“

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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