Wie entwickelt sich der deutsche Arbeitsmarkt?

Gestern gab die Bundesagentur für Arbeit (BA) die aktuellen Zahlen für den deutschen Arbeitsmarkt bekannt. Ergebnis: Trotz des leichten Anstiegs der Arbeitslosenzahlen ist die Lage stabil. Wie die „Frankfurter Allgemein Zeitung“ (FAZ) heute aktuell berichtet, könnte sich dies in Zukunft aber durchaus ändern. Die Zeitung spricht von „Fragezeichen“ hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung der Bundesrepublik. Denn die BA, so die FAZ, rechne „trotz der erwarteten Herbstbelebung“ mit Stagnation. In dieser Prognose "seien mögliche negative Beschäftigungseffekte als Folge der Wirtschaftssanktionen gegen Russland schon enthalten", wie der BA-Vorstandsvorsitzende Frank-Jürgen Weise gegenüber der FAZ sagte. In der Tat könnten die beschlossenen Wirtschaftssanktionen gegen Russland auch für die Beschäftigungs- und Auftragssituation in Deutschland nicht ohne Folgen bleiben. Der Artikel betont allerdings: Anzeichen für eine solche Entwicklung gebe es noch nicht. „Weder nähmen die Unternehmen verstärkt Beratung für Kurzarbeit in Anspruch, noch kündigten sie Entlassungen an“, heißt es im Text. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) habe betont, dass die „gute Binnenkonjunktur bislang die wachsenden Unsicherheiten der Exportwirtschaft auffange.“

In welchem Bereich Risiken für den deutschen Arbeitsmarkt durch die Wirtschaftssanktionen gegen Russland entstehen könnten, wird durch einen weiteren Artikel in der heutigen FAZ-Ausgabe deutlich. Demnach könnten gerade im Industriesektor die Sanktionen zum Problem werden – die ersten Auswirkungen seien aktuell bereits spürbar. „Der Konflikt mit Russland drückt weltweit auf die Stimmung, die Geschäftsaussichten haben sich seit dem vergangenen Herbst deutlich eingetrübt“, wird Ralph Wiechers vom Maschinenbauverband VDMA im Text zitiert. Maschinenbauer würden über zurückgehende Aufträge klagen, russische Kunden stünden vor Finanzierungsproblemen. Daher habe der VDMA seine Gesamtjahr-Prognose „deutlich“ nach unten geschraubt, man rechne aktuell mit einem Wachstum von lediglich einem Prozent – für Wiechers wäre dies laut FAZ allerdings „immerhin noch ein Rekordwert von 199 Milliarden Euro“.

Der VDMA-Experte macht für die jüngsten Entwicklungen die Russland-Krise nicht alleine verantwortlich – es fehle insgesamt an Dynamik, heißt es im Text. Die FAZ stellt dann aber klar, dass die jüngsten politischen Entwicklungen durchaus eine wichtige Rolle spielen: In den ersten fünf Monaten seien die Exporte des Maschinenbaus nach Russland um 20 Prozent nach unten gegangen, damit fehlten nun Umsätze von ca. 2,5 Milliarden Euro.




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Doris Droste
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