Unternehmerische Freiheit in Deutschland zu gering

Eine Vielzahl an Regulierungen – von Kündigungsschutz bis hin zu bürokratischen  Lasten – schränken die unternehmerische Freiheit in Deutschland stärker ein als in anderen Industrieländern. Im internationalen Vergleich belegt Deutschland nur einen mittleren 13. Platz von insgesamt 28 Plätzen, wie das Institut der deutschen Wirtschaft im Auftrag des Roman Herzog Instituts (RHI) in einer aktuellen Studie feststellte. Für die Erhebung zog das RHI 28 Staaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zum Vergleich heran. Dabei belegten „nicht nur die angelsächsischen Staaten, sondern auch die Skandinavier, die Niederländer sowie die Schweizer“ bessere Positionen als Deutschland.

So heißt es in der Zeitung „Die Welt“, dass der „Handlungsspielraum für hiesige Unternehmer“ auf dem Arbeitsmarkt „besonders gering“ sei, da der Kündigungsschutz „unverändert starr“ wäre. Auch hinsichtlich der Arbeitszeiten und Lohnfindung herrschten „weniger strikte Vorschriften“ in den anderen untersuchten Ländern, wie „Die Welt“ schreibt. Mit flexiblen Lösungen in der Zeitarbeit im Zuge der Agenda 2010 und der Befristung von Stellen habe Deutschland jedoch die Lage am Arbeitsmarkt etwas ausgleichen können. Die RHI-Forscher bemängelten, dass zudem in Deutschland zu wenig Wettbewerb herrsche – dies mache sich auch im Bildungssystem und bei der Innovationsförderung bemerkbar. Diese Aspekte beeinträchtigen laut „Welt“ die Zukunftsfähigkeit des Landes. Lobend äußern sich die Forscher hingegen über „die Qualität der staatlichen Institutionen“. Bei den Existenzgründungen jedoch gebe es „keinen Fortschritt“, heißt es weiter. In diesem Bereich sei sogar Griechenland besser, denn dort gingen Unternehmensgründungen „schneller und leichter“ voran als in Deutschland.

Die Forscher kommen zu dem Fazit, dass „Wirtschaftsnationen, in denen die Unternehmen vergleichsweise frei agieren können, auf lange Sicht besonders wachstumsstark“ seien. So betont Randolf Rodenstock, Vorstandsvorsitzender des RHI, dass „Länder, die sich Wachstum und Wohlstand zum Ziel setzten, auf unternehmerische Freiheit setzen“ sollten. In Deutschland müsse diese wieder positiver gesehen werden.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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