Unternehmen investieren verstärkt in Weiterbildung von Geringqualifizierten

Im vergangenen Jahr haben sich insgesamt 51 Prozent der Bundesbürger im Alter von 18 bis 64 Jahren weiterqualifiziert und damit so viele wie nie zuvor. Vor allem Beschäftigte mit geringer Qualifikation oder befristeten Arbeitsverträgen haben sich häufiger neues Wissen angeeignet als in früheren Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln).

Wie aus der aktuellen Befragung von 3.100 Personen im Rahmen des „Adult Education Survey“ zum Thema Weiterbildungsverhalten hervorgeht, wird neues Know-how meistens im Rahmen der betrieblichen Weiterbildung erworben – nämlich zu 70 Prozent. Zur betrieblichen Weiterbildung zählen alle Maßnahmen, die die Unternehmen ganz oder teilweise finanzieren. Weitere 13 Prozent machten Weiterbildungsaktivitäten aus, die zwar mit dem Beruf zu tun haben, von den Teilnehmern aber vollständig selbst bezahlt werden. Auf die nicht berufsbezogene Weiterbildung entfallen 17 Prozent aller Aktivitäten, heißt es weiter beim IW Köln.

Als „wenig überraschend“ bezeichneten es die Experten, dass es in der Summe weitaus mehr Führungskräfte als Ungelernte waren, die sich fortgebildet hätten: Demnach nahmen im vergangenen Jahr 69 Prozent der Führungskräfte und 58 Prozent der Fachkräfte an betrieblichen Weiterbildungsmaßnahmen teil, aber nur 37 Prozent der An- und Ungelernten. Dennoch stellt das Kölner Institut es als erfreulich fest, dass im Vergleich zu 2012 die Weiterbildungsbeteiligung  umso stärker zugenommen hat, je geringer das Qualifikationsniveau ist. „So ist der Anteil der An- und Ungelernten, die sich neues betriebliches Wissen angeeignet haben, um 7 Prozentpunkte gestiegen – im Hinblick auf die beruflichen Chancen dieser Gruppe ein sehr positiver Trend“, konstatiert das IW Köln. Bei den Fachkräften habe der Anteil der Weiterbildungsteilnehmer um 4 Prozentpunkte zugelegt, bei den Führungskräften sei er in etwa konstant geblieben.

Als ebenfalls positiv werteten die IW-Experten, dass zuletzt auch deutlich mehr Beschäftigte mit befristeten Arbeitsverträgen an betrieblichen Weiterbildungsmaßnahmen teilgenommen hätten – der Anteil sei von 46 Prozent im Jahr 2012 auf 54 Prozent im Jahr 2014 gestiegen und hätte damit zuletzt sogar leicht über der Beteiligungsquote der unbefristet Beschäftigten gelegen. Das IW Köln erklärt dazu wörtlich: „Dies widerlegt offenbar die verbreitete Ansicht, dass befristete Mitarbeiter schlechtere Chancen hätten, ihre Qualifikation im Rahmen betrieblicher Schulungen und Seminare zu erhöhen“.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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