Unternehmen gehen „leicht positiv“ ins Jahr 2015

Die aktuelle Befragung der Branchenverbände durch das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt, dass die meisten Unternehmen mit verhaltenem Optimismus in das neue Jahr wechseln werden: Bei Aufträgen, Produktion und Umsatz erwarten sie einen leichten Anstieg. Die Beschäftigung wird bei der Mehrheit der Branchen voraussichtlich stabil bleiben. Die globalen politischen Unsicherheiten werden allerdings als Risikofaktor wahrgenommen.

Für das kommende Jahr rechnen 23 der 48 befragten Verbände mit einer steigenden Produktion für ihre Mitgliedsfirmen. „Noch sind viele Auftragsbücher gefüllt“, kommentiert IW-Direktor Michael Hüther die am Sonntag veröffentlichten Befragungsergebnisse. Zuversicht zeigt sich auch hinsichtlich geplanter Investitionen: Die Mehrheit der Branchen geht von Neuanschaffungen aus. Auch beim Thema Personalplanung setzen die Branchenverbände auf Stabilität: „Insgesamt 36 Verbände gehen von gleich bleibender oder steigender Beschäftigung aus; 12 Verbände rechnen mit weniger Arbeitsplätzen“, heißt es in der Pressemitteilung vom IW.

Die aktuellen politischen Unsicherheiten werden von den Branchenvertretern gefürchtet: „[…] die Unternehmen sehen zunehmend die Risiken, die aus der internationalen und nationalen Politik resultieren“, so Hüther. Als konkrete Risikofaktoren nennt das IW „die schwächelnde Konjunktur im Euroraum, die Ukraine-Krise, den Mindestlohn und die unklare Energiepolitik“. Deswegen schätzen auch nur 7 von 48 Verbänden die aktuelle allgemeine wirtschaftliche Lage besser ein als vor einem Jahr; 20 zeigen sich dagegen skeptisch. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Stimmung also gedreht: Damals berichteten 26 Verbände von einer guten Wirtschaftslage, lediglich 7 waren pessimistisch.

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