Tarifpartner einigen sich über Mindestlohn in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Gartenbau

Der Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister hatte am 20. Juni wie einige Medien darüber berichtet, dass sich die Tarifvertragsparteien für die Land- und Forstwirtschaft sowie den Gartenbau in einer ersten Verhandlungsrunde nicht auf ein konkretes Ergebnis einigen konnten. Nun vermeldet die „Süddeutsche Zeitung“ heute aktuell, dass die Tarifparteien eine Einigung erzielt haben, die Beschäftigten in diesen Branchen also einen Mindestlohn bekommen sollen.

Den Angaben zufolge wird der Stundenlohn in der Branche ab Januar 2015 im Westen Deutschlands 7,40 Euro betragen und  im Osten 7,20 Euro. Ab Januar 2016 werden dann im Westen 8,00 Euro und im Osten 7,90 gezahlt. Eine bundeseinheitliche Lohnuntergrenze von 8,60 gilt ab Januar 2017. Ab November  2017 wird nochmals erhöht: auf bundeseinheitlich 9,10 Euro. Die Tarifvertragsparteien vereinbarten laut Medien eine Erklärungsfrist bis zum 24. Juli dieses Jahres. Erst, wenn diese Frist verstrichen ist, ohne dass einer der Tarifpartner widerruft, gilt der ausgehandelte Abschluss bindend.

Wie die „Süddeutsche Zeitung“ weiter schreibt, besitzt der ausgehandelte Tarifvertrag auch Gültigkeit für Saisonkräfte, die bei der Wein-, Erdbeer- oder Spargelernte helfen. „Die Branche nutzt damit die Möglichkeit, per Vertrag das eigene Lohngefüge in einer Übergangszeit schrittweise an den von 2015 an normalerweise fälligen Mindestlohn von 8,50 Euro anzupassen“, so die Zeitung abschließend. Dazu muss aber erst eine Allgemeinverbindlichkeitserklärung des Mindestlohntarifvertrags durch das Bundesarbeitsministerium erfolgen, für die jedoch auch noch die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen werden müssen. Denn nach dem Gesetzesvorhaben der großen Koalition entbindend nur ein für allgemeinverbindlich erklärter Mindestlohntarifvertrag vom gesetzlichen Mindestlohn, der ab dem 1. Januar 2015 gelten soll.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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