Sucht-, Schulden- oder psychosoziale Probleme bereiten vielen Hartz-IV-Empfängern Sorgen

Rund die Hälfte aller erwerbsfähigen Hartz-IV-Bezieher leidet unter Sucht-, Schulden- oder psychosozialen Problemen. Dies vermeldet die Tageszeitung „DIE WELT“ in ihrer heutigen Ausgabe. Die Zeitung bezieht sich auf eine vom Bundesarbeitsministerium in Auftrag gegebene Studie: „Der Untersuchung […] zufolge hatten 2012 etwa 1,1 Millionen erwerbsfähige Hartz-IV-Empfänger Probleme mit Schulden“, schreibt die Zeitung. Weiterhin heißt es, „schätzungsweise“ 450.000 arbeitslose Hartz-IV-Empfänger bräuchten Hilfe wegen Suchtproblemen, 900.000 hätten dagegen mit psychosozialen Problemen zu kämpfen. Im Artikel werden auch aktuelle Zahlen genannt: „Insgesamt gab es im Mai dieses Jahres 4,4 Millionen erwerbsfähige Hartz-IV-Empfänger“, schreibt die „WELT. „Fast zwei Millionen galten als arbeitslos, die anderen standen dem Arbeitsmarkt gar nicht zur Verfügung, weil sie zum Beispiel in Fördermaßnahmen steckten oder aber Kinder betreuten.“

In Deutschland gelten Menschen allerdings schon als erwerbsfähig, wenn sie drei Stunden am Tag arbeiten können. Diese im internationalen Vergleich niedrige Schwelle sieht die Bundesagentur für Arbeit (BA) angesichts der vielfältigen Probleme bei vielen Hartz-IV-Empfängern als problematisch an. Selbst wenn sie "erwerbsfähig" seien, würde das noch lange nicht heißen, dass sie auch "beschäftigungsfähig" wären und ein Arbeitgeber sie einstelle, sagte BA-Vorstand Heinrich Alt im Interview mit der "Welt".

Im Artikel kommt auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zu Wort. Er warnt davor, vor dem Hintergrund der erwähnten Probleme Sanktionen für Hartz-IV-Empfänger zu verschärfen. Auch die „Eingliederungsleistungen“, für die laut „WELT“ die Kommunen zuständig sind – also beispielsweise Schuldner- und Suchtberatung sowie psychosoziale Betreuung – , werden in dem Beitrag thematisiert. Der Tenor hierbei ist, dass es offenbar Probleme gibt, genügend Eingliederungsleistungen für Betroffene zu etablieren. Die personellen und finanziellen Mittel von Kommunen seien beschränkt.

Diese Aufgaben werden teilweise von Personaldienstleistern übernommen:  Sie unterstützen Zeitarbeitnehmer, die aus der Langzeitarbeitslosigkeit kommen, beispielsweise durch Schuldner- oder Suchtberatung, aber auch durch Weck- und Fahrdienste, damit ihre Mitarbeiter morgens den Arbeitsplatz auch pünktlich erreichen wird. Die Branche der Personaldienstleister ist ein Wirtschaftszweig, der Langzeitarbeitslosen Chancen gibt: 8 Prozent aller Zeitarbeitnehmer waren länger als zwölf Monate ohne Arbeit. In der Zeitarbeit bekommen sie Perspektiven und können wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen.  Personaldienstleister übernehmen damit Aufgaben und Funktionen, die eigentlich von den Kommunen und der Bundesagentur für Arbeit getragen werden.



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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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