Studien zur Flüchtlingszuwanderung: Arbeitsmarktintegration gelingt nur langsam

Die Zahl ausländischer Arbeitsloser ist im April dieses Jahres um 0,1 Prozentpunkte auf 15,3 Prozent „leicht gestiegen“, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit in der neuen Ausgabe des „Zuwanderungsmonitors“ mitteilt. Gleichzeitig sank die Beschäftigungsquote der ausländischen Bevölkerung auf 45,5 Prozent – ein Rückgang um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. „Der Rückgang der Beschäftigungsquote ist im Wesentlichen auf den Zuwachs der ausländischen Bevölkerung durch den Zuzug von Flüchtlingen zurückzuführen“, schreibt das IAB. Demnach seien insbesondere Personen aus „Kriegs- und Krisenländern“ von dieser Entwicklung betroffen.

Zu ähnlichen Ergebnissen kommt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln), das den ersten „Integrationsmonitor“ im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erstellt hat. „Die Zahl der Beschäftigten aus den Hauptherkunftsländern Syrien, Irak, Afghanistan und Eritrea“ nimmt einem Bericht der „Welt“ zufolge zwar zu, die Erwerbslosenzahl steigt gleichzeitig jedoch weitaus stärker an. Trotz aller Fortschritte gebe es „noch immer Zugangsbeschränkungen für Flüchtlinge zum Arbeitsmarkt“, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung der INSM. Das Institut spricht sich daher auch für eine „ausnahmslose“ Abschaffung der Vorrangprüfung aus. Positiv zu werten sei, dass sich die Zahl der in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis tätigen Ausländer aus den Herkunftsländern Syrien, Eritrea, Irak und Afghanistan zwischen Januar 2014 und März 2016 von 35.000 auf 53.000 Personen erhöht hat. Gleichzeitig stieg jedoch auch der Anteil der Arbeitslosen aus diesen Ländern von 33.800 auf 123.500, wie der Integrationsmonitor zeigt. Der „Welt“ zufolge liegt die Erwerbslosenquote unter den Flüchtlingen bei mittlerweile 65 Prozent. Dies sei vor allem dem geringen Bildungsniveau der Zuzügler geschuldet, „denn vier von fünf Betroffenen haben keine abgeschlossene Berufsausbildung und somit nur geringe Chancen auf dem hiesigen Arbeitsmarkt“, schreibt die Zeitung weiter.

Das IW hat der Zeitung zufolge zudem 540 Unternehmen zu der Beschäftigung von Flüchtlingen auf dem deutschen Arbeitsmarkt befragt. „Aktuell beschäftigen nur rund acht Prozent der Betriebe Flüchtlinge oder haben dies innerhalb der vergangenen zwei Jahre getan“, heißt es dazu. Als größtes Einstellungshindernis bewerten die Befragten „mangelnde Deutschkenntnisse“. Aber auch fehlende fachliche Qualifikationen und Informationen über das Qualifikationsniveau der Zuzügler bemängelten die Unternehmen ebenso wie „die Unsicherheit über die Dauer des Aufenthalts“ sowie bürokratische Hemmnisse.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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