Studie wirft Blick in die Zukunft: Der deutsche Arbeitsmarkt im Jahr 2030

Fachkräftemangel sowie Struktur- und demografischer Wandel beeinflussen schon jetzt unseren Berufsalltag. Belegschaften werden älter, es wird immer schwieriger, geeignetes Personal für spezielle Aufträge anzuwerben. Außerdem zieht es die gut Ausgebildeten in die großen Städte. In einer neuen Studie haben die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC sowie das Hamburgische WeltwirtschaftsInstitut (HWWI) nun beleuchtet, welche Auswirkungen dies alles auf den deutschen Arbeitsmarkt der Zukunft haben wird. Prognostiziert wurden dabei Entwicklungen bis ins Jahr 2030. Zentrales Voraussage: Es herrscht viel Dynamik – und die Entwicklung wird regional höchst unterschiedlich verlaufen.

Bereits in den kommenden 16 Jahren werde der demografische Wandel dafür sorgen, dass die Anzahl der erwerbsfähigen Deutschen „drastisch“ schrumpfe, heißt es auf der PwC-Homepage, die die Studie vorstellt.  Regionen, die davon besonders betroffen seien, müssten daher verstärkt auf den Faktor „Standortattraktivität“ setzen. Es gelte, das Schrumpfen „möglichst sinnvoll und vorausschauend zu gestalten“. Die Autoren raten dazu, das Ausmaß, das der Wandel mit sich bringen wird, realistisch einzuschätzen – nur so sei es den betroffenen Regionen möglich, gezielt Zukunftskonzepte zu entwerfen und gegen allzu drastische Konsequenzen anzugehen.

Zur besonderen Herausforderung wird dies, weil sich laut Untersuchung ein jetzt schon spürbarer Trend fortsetzen wird: Junge, oft auch gut ausgebildete Menschen, ziehen in die großen Städte – dort entstehen der Untersuchung zufolge auch viele zukünftige Arbeitsplätze. „Dem ländlichen Raum in Deutschland gehen mit der abwandernden Jugend auch die Leistungsträger der Zukunft verloren“, stellt PwC auf der Homepage fest. „In vielen Regionen wird der Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter so massiv sein, dass auch die vorhandenen Verwaltungsstrukturen kaum aufrechterhalten werden können und die Infrastruktur angepasst werden muss.“

Die Entwicklung der Erwerbstätigkeit  ist der Untersuchung zufolge auch ein großes Ost-West-Thema: Bis 2030 werde die Zahl der Erwerbstätigen im Westen der Republik mit minus 4 Prozent vergleichsweise leicht nach unten gehen, im Osten werde der Rückgang dagegen mit minus 10,4 Prozent „mehr als 2,5 mal so stark“ sein. Profiteure dieser Entwicklung seien vor allem die Ballungszentren Westdeutschlands, die von einer „günstigen Wirtschaftsstruktur mit vergleichsweise hohem Anteil an Dienstleistungssektoren“ geprägt seien – ebenso wie vom Zuzug ausländischer Fachkräfte. Aber auch die dünner besiedelten Regionen Westdeutschlands könnten mit einer Zunahme der Beschäftigung rechnen, denn auch hier werde Wachstum „im Wesentlichen“ über den Dienstleistungssektor ablaufen. In den neuen Bundesländern dagegen, so die Prognose von PwC und HWWI, „erreichen nur 4 der 77 Regionen ein Wachstum der Erwerbstätigkeit. In diesen Regionen sind die Dienstleistungssektoren vergleichsweise weit entwickelt.“

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Doris Droste
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