Studie belegt: Arbeit zu haben führt zu mehr Lebensfreude

Wer bisher keinen Zusammenhang zwischen Arbeit und Glück ausmachen konnte, dem präsentiert eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) das Gegenteil. Denn je niedriger die Arbeitslosigkeit, desto größer die Lebensfreude. Die Zufriedenheit der Deutschen stieg folglich ebenso wie die Arbeitsmarktzahlen auf einen Höchststand.

Seit 2005 ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland kontinuierlich zurückgegangen. Dass dies Einfluss auf die Zufriedenheit der Deutschen hat, bestätigt nun eine Studie des IW Köln. Die Lebenszufriedenheit spiegelt sich dabei in verschiedenen Bereichen wider. So steigere ein neuer Job die Lebensqualität des Arbeitssuchenden. Viele Jobs seien zudem dank des Aufschwungs am Arbeitsmarkt sicherer geworden und auch der Einstieg ins Berufsleben falle leichter, wie das IW Köln in seiner Pressemitteilung darstellt. Die Lebenszufriedenheit von Arbeitslosen und Erwerbstätigen steige damit insgesamt, wie „Die Welt“ berichtet. Zur Ermittlung der Ergebnisse befragte das Institut verschiedene Bevölkerungsgruppen in Ost- und Westdeutschland, die zwischen null und zehn Punkte vergeben konnten. Durchschnittlich ordneten die Deutschen ihre Lebenszufriedenheit bei 7,1 Punkten ein. Ähnlich gute Werte wurden lediglich kurz nach der Wiedervereinigung sowie während der Jahrtausendwende verzeichnet. Den Tiefststand hingegen erreichte die Lebensqualität ein Jahr vor Einführung der Hartz-IV-Reformen, so die Zeitung weiter. Das IW Köln macht deutlich, dass „seit 1991 der Abbau der Arbeitslosigkeit jeweils mit einem Anstieg der Zufriedenheit“ einherginge. Im europäischen Vergleich konnten neben Deutschland auch Polen und Malta die Arbeitslosigkeit senken und das Wohlbefinden der Bevölkerung erhöhen. In Griechenland hingegen, wo die Arbeitslosenzahlen am stärksten stiegen, dezimierte sich die Lebenszufriedenheit deutlich.

Der „Welt“ zufolge ermittelten die Forscher außerdem, welche Rolle das Alter bei der Lebenszufriedenheit spiele. Demnach seien junge Menschen und Berufstätige, die kurz vor dem Renteneintritt stünden, am glücklichsten. Die Einkommensverhältnisse hingegen hätten kaum Einfluss auf das Wohlbefinden der Deutschen. Laut „Welt“ liege das Lohnniveau auf konstant hohem Niveau, sodass Einkommenserhöhungen wenig zur Erhöhung der Zufriedenheit beitrügen. Maßgebend sei jedoch die Höhe des eigenen Gehalts im Vergleich zum Einkommen anderer.

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