Statistisches Bundesamt: Zahl der Erwerbstätigen steigt weiter – Wachstumsdynamik schwächt sich ab

Gut 42,8 Millionen Menschen waren im zweiten Quartal 2015 in Deutschland beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum wuchs die Zahl der Erwerbstätigen damit um 175.000 Personen. Einem Bericht des „Focus“ zufolge ist dies „der höchste Stand in einem zweiten Quartal seit der Wiedervereinigung“. Die Dynamik des Beschäftigungsaufbaus verlangsamte sich jedoch, denn die „Zunahme im zweiten Quartal 2015 lag mit + 0,4 % unter der der Vorquartale“, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) unter Berechnung vorläufiger Ergebnisse bekanntgab.

„Gegenüber dem ersten Quartal 2015 erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen um 373 000 Personen (+ 0,9 %). Diese Zunahme lag damit unter der durchschnittlichen Entwicklung eines zweiten Quartals im Mittel der letzten 5 Jahre von 433 000 Personen“, schreibt die Behörde in ihrer Pressemitteilung. Wie sie weiter erklärt, ist in den zweiten Quartalen „generell ein Wachstum der Erwerbstätigkeit“ üblich. Dies ist den so genannten Außenberufen geschuldet, die im Frühjahr saisonal einen Aufschwung erfahren. Nach Abzug der saisonbedingten Schwankungen und aufgrund des milden Winters ermittelte das Statistische Bundesamt für das zweite Viertel dieses Jahres einen saisonbereinigten Zuwachs von 42.000 Erwerbstätigen (+ 0,1 Prozent). Vor allem sei der Zuwachs an Beschäftigten auf die Dienstleistungsbranche zurückzuführen, heißt es weiter in der Pressemitteilung der Behörde. Die Unternehmensdienstleister mit einem Plus von 110.000 Beschäftigten (+ 2,0 Prozent) führen die Rangliste vor den Wirtschaftsbereichen Öffentlicher Dienstleister, Erziehung und Gesundheit mit einem Zuwachs von 89.000 Mitarbeitern (+ 0,9 Prozent) an. Es folgen die Bereiche Handel, Verkehr und Gastgewerbe mit einem Anstieg um 34.000 Arbeitnehmer (+ 0,3 Prozent) sowie das Produzierende Gewerbe, das 18.000 Mitarbeiter (+ 0,2 Prozent) mehr verzeichnen konnte. Im Baugewerbe (- 0,8 Prozent) und den Bereichen Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei (- 2,8 Prozent) hingegen sank die Zahl der Beschäftigten um jeweils 19.000 Mitarbeiter.

Die Behörde veröffentlichte außerdem Zahlen zu den geleisteten Arbeitsstunden der Beschäftigten in Deutschland. Diese erhöhten sich nach ersten Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) um 0,2 Prozent auf 323,1 Stunden im Zeitraum April bis Juni 2015. „Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen – also das Produkt aus Erwerbstätigenzahl und geleisteten Stunden je Erwerbstätigen – erhöhte sich im selben Zeitraum um 0,6 % auf rund 13,8 Milliarden Stunden“, teilt das Statistische Bundesamt dazu mit.

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