Statistisches Bundesamt: Verbraucherpreise steigen – Inflation zieht an

Im September dieses Jahres lagen die Verbraucherpreise um 0,7 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Damit haben sich die Preise so stark erhöht „wie seit knapp anderthalb Jahren nicht mehr“, heißt es beim Nachrichtenportal „n-tv“. Mit den Ergebnissen bestätigt das Statistische Bundesamt (Destatis) seine Einschätzung von Ende September.

Wie das Bundesamt mitteilt, wirkte insbesondere der Preisrückgang bei den Energiekosten um 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum „dämpfend auf die Gesamtteuerung im September 2016“. Die Nahrungsmittelpreise stiegen im gleichen Zeitraum um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Verbraucher mussten vor allem für Obst, Fisch und Fischwaren mehr bezahlen. Milch und Molkereiprodukte wurden dagegen preiswerter. Auch bei Geräten der Unterhaltungselektronik und Bekleidungsartikeln gingen die Preise zurück. Teurer wurden jedoch Waren wie Schmuck und Uhren, Tabakwaren sowie Zeitungen und Zeitschriften. Insgesamt gingen die Preise für Waren im September dieses Jahres um 0,1 Prozent zurück, was die Statistiker hauptsächlich auf den Kostenrückgang bei den Energiepreisen zurückführen. Einen deutlichen Anstieg der Preise verzeichnete das Statistische Bundesamt bei den Dienstleistungen, die im September 2016 um 1,3 Prozent höher lagen als im Vorjahreszeitraum. „Diese Entwicklung wurde entscheidend durch die Erhöhung der Nettokaltmieten bestimmt (+ 1,3 % gegenüber September 2015), da private Haushalte etwa ein Fünftel ihrer Konsumausgaben dafür aufwenden“, heißt es dazu in einer entsprechenden Pressemitteilung der Behörde. Einige Dienstleistungen wie Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+4,2 Prozent), Versicherungsdienstleistungen (+3,2 Prozent) sowie Freizeit- und Kulturdienstleistungen (+2,0 Prozent) „verteuerten sich binnen Jahresfrist auch deutlicher“.

Mit den insgesamt höheren Verbraucherpreisen im September 2016 „zieht die Inflationsrate im zweiten Halbjahr allmählich an“. So lag die Inflationsrate in den beiden Vormonaten noch bei 0,4 Prozent. Der letzte Wert in Höhe von 0,7 Prozent wurde im Mai 2015 erzielt. Dem Nachrichtenportal „n-tv“ zufolge erwartet die Bundesregierung im kommenden Jahr sogar einen Anstieg der Verbraucherpreise um durchschnittlich 1,6 Prozent.

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