Statistisches Bundesamt: Reallohnindex auf Rekordhöhe

Der Reallohnindex in Deutschland stieg 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 % an. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, war dies der höchste Anstieg seit Beginn der Zeitreihe dieses Indexes im Jahr 2008. Die Nominallöhne waren im Jahr 2014 um 2,6 % höher als im Vorjahr. Im selben Zeitraum legten die Verbraucherpreise um 0,9 % zu, heißt es auf der Internetseite des Statistischen Bundesamtes. Im vierten Quartal 2014 sei der Reallohnindex mit einem Plus von 2,2 % im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal so stark wie noch nie seit Beginn der Berechnungen im Jahr 2008 gestiegen. Die Vierteljährliche Verdiensterhebung wird seit dem Berichtsjahr 2007 durchgeführt und umfasst 40.500 Betriebe im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich.

„Der Nominallohnindex spiegelt die Veränderung der Bruttomonatsverdienste inklusive Sonderzahlungen der vollzeit-, teilzeit- und geringfügig beschäftigten Arbeitnehmer wider“, erklärt das Statistische Bundesamt. Die Gliederung des Nominallohnindex nach den sogenannten Leistungsgruppen zeige, „dass Beschäftigte mit höheren Arbeitsplatzanforderungen hinsichtlich Qualifikation und Führung im Jahr 2014 im Durchschnitt stärker von der insgesamt positiven Verdienstentwicklung profitieren konnten.“ Während der nominale Verdienstzuwachs leitender Arbeitnehmer mit einem Zuwachs von 4,1 % überdurchschnittlich hoch war, lagen die Verdienstanstiege Angelernter mit einem Plus von 1,5 % und ungelernter Beschäftigter mit einer Steigerung um 1,2 % unterhalb der Gesamtentwicklung.

Zu der positiven Entwicklung der Reallöhne passt das Ergebnis des neuesten Konsumklimaindexes des Marktforschungsinstituts GfK: Darin heißt es, „ein Mix aus günstigen Energiepreisen, robustem Arbeitsmarkt und Mini-Zinsen sorgt für immer mehr Kauflaune in Deutschland.“ Der vom GfK für April ermittelte Indikator für das Konsumklima legte erneut spürbar von 9,7 Punkten auf 10,0 Zähler zu, wie das Institut mitteilte. Dies ist der sechste Anstieg in Folge und der höchste Wert seit Oktober 2001. Volkswirte hatten zwar mit einem Anstieg gerechnet, allerdings nur auf 9,8 Punkte. Der GfK-Konsumklimaindex basiert auf einer Befragung von etwa 2.000 Verbrauchern.

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