Statistisches Bundesamt: Kaufkraft so hoch wie seit Jahren nicht

Die Kaufkraft der deutschen Arbeitnehmer ist 2014 wegen der niedrigen Inflation so kräftig gestiegen wie seit Jahren nicht mehr. Die Reallöhne kletterten um 1,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. „Dies ist der höchste Anstieg seit Beginn der Statistik im Jahr 2008.“ 2013 hatte es noch einen Rückgang um 0,1 Prozent gegeben.

Der starke Anstieg der Reallöhne geht vor allem auf die niedrige Inflation zurück, weniger auf höhere Verdienste, heißt es in einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters. Die Verbraucherpreise kletterten im vergangenen Jahr mit 0,9 Prozent deutlich geringer als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre (1,5 Prozent). Hauptgrund war billigere Energie, bedingt durch den Verfall der Ölpreise. Die Löhne legten mit 2,4 Prozent sogar etwas schwächer zu als im Schnitt der Vorjahre, der bei 2,5 Prozent lag.

Die meisten Experten rechnen auch für dieses Jahr mit einer sehr niedrigen Inflation. Gleichzeitig dürften die Löhne erneut schneller wachsen als die Preise - auch wegen der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro je Stunde, heißt es bei „Reuters.de“.

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