Statistisches Bundesamt: Deutlicher Anstieg der Tariflöhne

19 Millionen nach Tarif bezahlte Arbeitnehmer hatten im vergangenen Jahr um 3,1 Prozent höhere Löhne – inklusive Sonderzahlungen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) gestern mitteilte, sei dies der höchste Anstieg seit Start dieser Statistikreihe im Jahr 2011. In der Zeitarbeitsbranche stiegen die tarifgebundenen Löhne und Gehälter um bis zu 4,8 Prozent.

Abzüglich der Sonderzahlungen, wie Einmalzahlungen, Jahressonderzahlungen und tariflichen Nachzahlungen lag das Tarifplus bei 2,9 Prozent. Im Jahr 2013 waren die Tariflöhne um 2,5 Prozent (inklusive Sonderzahlungen) bzw. 2,4 Prozent (exklusive Sonderzahlungen) gestiegen. Die Sonderzahlungen sind demnach höher gestiegen als die laufenden Gehälter. „Dies kann unter anderem daran liegen, dass mit der leichten Konjunkturbelebung im vergangenen Jahr die ertragsabhängigen Sonderzahlungen gestiegen sind, wie sie in manchen Tarifverträgen vorgesehen sind“, schreibt die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ).

Die Zahlen belegen die in der vergangenen Woche veröffentlichten Berechnungen vom WSI-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung. Laut einer WSI-Pressemeldung  profitierten auch die nicht tarifgebundenen Beschäftigten von der auseinandergehenden Schere von Verbraucherpreisen und Entgelt: Deren Löhne und Gehälter erhöhten sich um 2,7 Prozent (Brutto), preisbereinigt bedeutet dies einen Anstieg von 1,8 Prozent.

In der Zeitarbeit stiegen die Löhne noch deutlicher: Über 3,8 Prozent (Entgeltgruppe 1, West) bzw. 4,8 Prozent (Entgeltgruppe 1, Ost) mehr Lohn erhielten Zeitarbeitnehmer im vergangenen Jahr laut „Tarifverträge Zeitarbeit“ des Bundesarbeitgeberverbandes des Personaldienstleister (BAP) mit der DGB-Tarifgemeinschaft Zeitarbeit.

Wichtiger Hinweis:
Die Weitergabe der persönlichen LogIn-Daten an Dritte ist untersagt. Bei Zuwiderhandlung behält sich der BAP entsprechende rechtliche Schritte vor.

Artikel teilen:

zurück