Statistisches Bundesamt: Deutlich weniger Unternehmensinsolvenzen im 1. Halbjahr 2016, aber beträchtlich höhere offene Forderungen

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland sank in der ersten Jahreshälfte dieses Jahres um 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit wurden in dieser Zeit 10.999 Unternehmen zahlungsunfähig, wie das Statistische Bundesamt nach Auswertung vorläufiger Daten mitteilt. Dem „Spiegel“ zufolge „zeichnet sich für das Gesamtjahr der siebte Rückgang in Folge ab, wodurch die Zahl der Firmenpleiten auf den tiefsten Stand seit Beginn dieser Statistik 1999 zurückgehen dürfte“.

Den größten Anteil bei den Insolvenzen verzeichneten die Statistiker im ersten Halbjahr dieses Jahres im Wirtschaftsbereich Handel einschließlich der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, wo 1.994 Firmen zahlungsfähig wurden. Gleichzeitig mussten 1.899 Firmen im Baugewerbe und 1.254 Unternehmen im Bereich Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen Insolvenz anmelden. Die wenigsten Insolvenzanträge wurden von Firmen im Bergbau und der Gewinnung von Steinen und Erden gestellt.

Wie das Statistische Bundesamt weiterhin erfasste, lagen „die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen“ zwischen Januar und Juni 2016 bei rund 16,5 Milliarden Euro. Im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor verzeichneten die Statistiker noch Forderungen in Höhe von 8,9 Milliarden Euro. Die Behörde begründet den starken Anstieg damit, dass „die Gerichte im ersten Halbjahr 2016 mehr Insolvenzen von wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen registrierten als im ersten Halbjahr 2015“.

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