Sprache als Schlüssel für den Arbeitsmarkterfolg von Zuwanderern

Insgesamt 69,3 Prozent der nicht in Deutschland geborenen Zuwanderer im Alter von 20 bis 64 Jahre sind im Jahr 2014 erwerbstätig gewesen. Dies teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) auf  Basis von Ergebnissen einer Zusatzerhebung des Mikrozensus mit, die sich mit der Arbeitsmarktsituation von Zuwanderern und ihren direkten Nachkommen befasst hat. Verglichen mit der Erwerbstätigenquote der der einheimischen Bevölkerung der gleichen Altersgruppe (79,6 Prozent) sind das rund 10 Prozent weniger. Die Daten zeigen allerdings auch, dass Migranten mit fließenden deutschen Sprachkenntnissen „fast das Niveau der Erwerbstätigenquote der einheimischen Bevölkerung“ erreichen, wie es bei der Behörde heißt.

Tatsächlich macht die Erhebung des Statistischen Bundesamtes den Einfluss der Schlüsselqualifikation Sprache auf den Arbeitsmarkterfolg der Zuwanderer mehr als deutlich. Je besser die Deutschkenntnisse sind, desto höher ist die Erwerbsbeteiligung. Bei Zuwanderern, die lediglich über Grundkenntnisse der deutschen Sprache verfügten, lag die Erwerbstätigenquote bei nur 52,3 Prozent. Zugewanderte Arbeitnehmer mit fließenden Deutschkenntnissen erreichten mit 77,3 Prozent nahezu die gleiche Quote wie die einheimische Bevölkerung.

Der Faktor Sprache spielt besonders für zugewanderte Frauen eine entscheidende Rolle bei der Integration in den Arbeitsmarkt. Während nur rund ein Drittel (36,1 Prozent) der Frauen mit Grundkenntnissen der deutschen Sprache 2014 erwerbstätig waren, lag die Erwerbstätigenquote von Frauen mit fließenden Sprachkenntnissen doppelt so hoch (72,2 Prozent).

Das Sprachniveau wirkt sich außerdem auf die Tätigkeitsfelder aus. So gingen zugewanderte Arbeitnehmer mit geringen Sprachkenntnissen oft weniger qualifizierten Beschäftigungen nach und waren häufig als Hilfsarbeitskräfte tätig (43,2 Prozent). Nur 8,7 Prozent übten eine hochqualifizierte Tätigkeit aus. Dem gegenüber stehen Zuwanderer mit besseren Sprachkenntnissen, die häufiger in Büroberufen oder im Handel arbeiteten und zu 30 Prozent eine hochqualifizierte Tätigkeit ausübten.

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