Schwächere Nachfrage bei Maschinenbauern und kaum Wirtschaftswachstum im Euroraum

Der Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland stagnierte im August 2014 im Vergleich zum Vorjahr. Zwar expandierte das Inlandsgeschäft um 19 Prozent, doch lag gleichzeitig das Auslandsgeschäft um neun Prozent unter Vorjahresniveau, teilt der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in Frankfurt in einer Pressemitteilung mit. Die Tageszeitung „Die Welt“ meint dazu in der heutigen Ausgabe: „Die schwache Nachfrage aus dem Ausland – vor allem aus Russland – vermiest den deutschen Maschinenbauern für das laufende Jahr die Wachstumsstory.“ Doch die Zeichen für 2015 stünden gut.

Aber im Moment treten die deutschen Maschinenbauer trotz der kräftig gestiegenen Inlandsnachfrage weiterhin auf der Stelle. Wie schon im Juli stagnierte der Auftragseingang bei den Unternehmen der deutschen Schlüsselindustrie auch im August gegenüber dem Vorjahr, wie der (VDMA) mitteilte. "Unterm Strich bleibt eine Null, in Anbetracht des internationalen Umfeldes kein schlechtes Ergebnis", sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers gegenüber „Die Welt“.

Dennoch bleiben die Maschinenbauer optimistisch: Sie rechnen damit, nach dem holprigen Geschäftsverlauf in den vergangenen Monaten 2015 stärker auf Touren zu kommen. Die Branche strebe für das kommende Jahr ein preisbereinigtes Wachstum der Produktion um zwei Prozent an, teilte der VDMA mit. Vor allem in den beiden größten Auslandsmärkten, den USA und China, ziehe die Nachfrage bereits an. Dies gelte auch für Teile des europäischen Marktes. Zudem könnten weitere Entwicklungs- und Schwellenländer wieder Fahrt aufnehmen. Die exportorientierten Hersteller profitierten darüber hinaus im Wettbewerb mit der Konkurrenz vom niedrigen Euro-Kurs. Die Unsicherheiten im Hinblick auf die weitere konjunkturelle Entwicklung seien hoch, die Risiken nicht zu unterschätzen, so der VDMA. Eine weltweite Konjunkturerholung sei mehr als überfällig.

Die Null im August bei den Maschinenbauern passt zur Entwicklung des Markit-Einkaufsmanagerindex für die Euro-Zone. In einer Meldung von dpa-AFX, wonach der Index erneut gefallen ist, heißt es: „Die Stimmung in den Industrieunternehmen des Euroraums hat sich im September vor allem wegen der schwachen Entwicklung in Deutschland noch stärker als erwartet eingetrübt.“ Der Einkaufsmanagerindex fiel um 0,4 Punkte auf 50,3 Punkte, teilte das Forschungsunternehmen Markit am Mittwoch in London mit. In einer ersten Schätzung seien noch 50,5 Punkte ermittelt worden. „Damit signalisiert der Indikator kaum noch Wirtschaftswachstum in der Eurozone. Für den Indikator werden rund 3000 Industrieunternehmen aus der Eurozone nach ihrer aktuellen Geschäftslage befragt“, so die Meldung von dpa-AFX abschließend.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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